Jugendverbände für Demokratie im Umweltschutz

Ein Projekt zur Stärkung der Jugendumweltverbände gegen antidemokratische Interventionen

Angesichts der Klimakrise und zunehmender rechtsextremer Einflussversuche ist es wichtig, junge Menschen als Akteur*innen im Umweltschutz zu stärken und sie in ihrer demokratischen Haltung zu fördern. Mit dem Ziel, innerverbandlich und verbandsübergreifend für die Gefahren antidemokratischer Interventionen zu sensibilisieren und widerstandsfähige Strategien zu schaffen, haben sich FARN (Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz), Naturfreundejugend, BUNDjugend und NAJU in dem Projekt Jugendverbände für Demokratie im Umweltschutz zusammengeschlossen.

 

In dem Projekt erwarten dich:

  • Bildungsmaterialien in leicht verständlicher Sprache,
  • eine fünfteilige Online-Weiterbildungsreihe (Oktober 2025 bis März 2026),
  • Leitfäden zum Schutz vor Gewalt und Drohungen für Umweltaktivist*innen,
  • Veranstaltungen,
  • ein Vernetzungstreffen mit FARN, der Naturfreundejugend, BUNDjugend und NAJU (09.-11. Oktober 2026, Weimar)
  • die Möglichkeit, dich als Multiplikator*in ausbilden zu lassen, dein Wissen in NAJU und NABU weiterzugeben und dich zu vernetzen. 

„Gemeinsam gegen den Druck von rechts außen": Vernetzungstreffen vom 09.-11. Oktober 2026

Unsere demokratische Zivilgesellschaft steht unter einem zunehmenden Druck von rechts. Drohungen, Spaltungsversuche und pauschale Verdächtigungen nehmen zu. Aber wie viele andere Vereine, Initiativen und andere Akteur*innen lassen auch wir Jugendverbände uns davon nicht einschüchtern. Vielmehr sind wir uns bewusst, dass wir uns jetzt erst recht für unsere Demokratie stark machen und jungen Menschen Alternativen zu ausgrenzenden und autoritären Gesellschaftsbildern aufzeigen müssen.   

 

Bei unserem projektabschließenden Vernetzungstreffen vom 09.-11. Oktober 2026 in Weimar wollen wir uns vor diesem Hintergrund mit verschiedenen Fragen auseinandersetzen:

© Photographee.eu / stock.adobe.com
© Photographee.eu / stock.adobe.com

Wie stark sind wir auf Bundes-, Landes- und lokaler Ebene bereits unter Druck geraten und worauf sollten wir uns noch einstellen? Was können wir gegen politische Angriffe tun und wie können wir uns als Jugendverbände gegenseitig unterstützen? Wie können wir das Bewusstsein um dieses Thema noch stärker in unsere Verbände tragen und was benötigen wir für unsere Arbeit? Welche positiven Gegenerzählungen können wir jungen Menschen bieten und wie können wir sichere Räume der Begegnung schaffen?

 

Gemeinsam wollen wir uns über unsere Erfahrungen austauschen, diskutieren und Ideen für unsere Verbände entwickeln. Die Veranstaltung richtet sich daher im besonderen Maße – aber nicht ausschließlich – an die Vorstände und Mitarbeitenden der Geschäftsstellen der verschiedenen Ebenen von BUNDjugend, Naturfreundejugend und NAJU. 

Weitere Veranstaltungshinweise

Die Veranstaltung beginnt am Freitag um 18 Uhr mit dem Abendessen und endet am Sonntag um 12 Uhr mit dem Mittagessen. Spätere Anreisen und frühere Abreisen sind selbstverständlich möglich. Für Unterbringung und Verpflegung entstehen keine Kosten. Reisekosten werden bezuschusst oder nach Möglichkeit ganz übernommen.

 

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung wird empfohlen. 

 

Bei Rückfragen wende dich an Karoline: [email protected]

Multiplikator*innenschulung

Du willst dir nicht nur Wissen aneignen, sondern auch selbst andere für antidemokratische Gefahren sensibilisieren? Dann lass dich als Multiplikator*in ausbilden! Sowohl NAJUs als auch NABUs sind willkommen!

 

Im Rahmen von zwei Ausbildungswochenenden werden Grundlagen zu Rechtsextremismus und Rechtspopulismus und dem Kontext zu Natur- und Umweltschutz sowie didaktische Methoden vermittelt. Mit diesem Wissen gewappnet und versorgt mit unterstützenden Materialien kannst du anschließend im Team oder alleine eigene kleine Inputs geben und bei Juleica-Ausbildungen, Sommerlagern oder anderen NAJU/NABU-Veranstaltungen dein Wissen im Verband weitergeben und mit anderen in den Austausch kommen.     

 

Das erste Ausbildungswochenende fand vom 28.-30.11.2025 in Eisenach statt, das zweite Ausbildungswochenende vom 27.02.-01.03.2026 in Weimar.


Wusstest du, dass es das Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus im Verband gibt, in dem ehrenamtliche und hauptamtliche NAJUs und NABUs aktiv sind? Wenn du dabei sein möchtest, bietet die Multiplikator*innenausbildung eine tolle Möglichkeit, Grundlagenwissen hierfür zu erwerben. Aber auch ohne die Ausbildung kannst du Mitglied werden und so auf weitere Engagierte stoßen, das Netzwerk mit deinen Kompetenzen bereichern und dich für eine demokratische und menschliche Gesellschaft einsetzen.

Wenn du jetzt schon mehr zum Thema extrem rechte Ideologien und Naturschutz erfahren möchtest, schau hier vorbei.  


Naturschutz ist politisch! Online-Reihe zum Erkennen und Entkräften rechter Ideologien

Im Kontext von Klimakrise, Rechtsdruck und globalen Konflikten kämpfen junge Umweltaktive für den Erhalt der Lebensgrundlagen und für eine bessere Zukunft. Dabei stehen wir nicht nur Vereinnahmungsversuchen von rechts gegenüber. Auch Bedrohungen und Angriffe aus dem extrem rechten Spektrum werden immer häufiger. Als Jugendumweltverbände wollen wir dagegenhalten und uns demokratisch positionieren!

 

In fünf Vorträgen wird die Online-Reihe „Naturschutz ist politisch!“ Einblicke in rechte Aktivitäten und Einfallstore im Natur- und Umweltschutz geben. Anschließend tauschen wir uns darüber aus und diskutieren Handlungsmöglichkeiten. Die Vorträge können einzeln oder als Reihe besucht werden. Ob mit oder ohne Vorwissen – diese Veranstaltungsreihe ist für dich, wenn du dich zum Thema Rechtsextremismus im Naturschutz weiterbilden möchtest. Ziel ist es, zu sensibilisieren, Gefahren zu erkennen und deine demokratische Handlungsfähigkeit zu stärken. 

Folgende Themen und Termine haben stattgefunden

  • Donnerstag, 13.11.2025, 18:00-19:30 Uhr: Die tun doch nur so?! Extrem rechte Ideologien im Natur- und Umweltschutz

Wir starten mit einem allgemeinen Einblick in rechte Kontinuitäten im Naturschutz und Anknüpfungspunkte für extrem rechte und menschenfeindliche Ideologien. Warum interessieren sich Rechtsextreme für Naturschutz und Nachhaltigkeit? Und was bedeutet das für uns?

  • Donnerstag, 12.02.2026, 18:00-19:30 Uhr: Der extremen Rechten auf der Spur?! Menschenfeindliche Aktivitäten und Türöffner in der Umweltbildung

Als nächstes sprechen wir über Natürlichkeitsvorstellungen und darüber, wie menschenfeindliche Denkmuster ihren Weg bis in die Umweltbildung finden können. Für welche diskriminierenden Inhalte und koloniale Kontinuitäten müssen wir in der demokratischen Umweltbildung die Augen offenhalten? Aber auch: Wie und warum nutzen Rechtsextreme verschiedene Umweltbildungsformate für ihre Zwecke?

  • Mittwoch, 11.03.2026, 18:00-19:30 Uhr: Alles natürlich?! Was die extreme Rechte zu Natur, Gender und Feminismus sagt

Mit der Frage nach „Natürlichkeit“ bewegen wir uns weiter zum Thema Anti-Feminismus. Was ist das überhaupt, was hat es mit Natur zu tun und wieso interessiert sich die extreme Rechte so sehr für das Thema Gender?

  • Dienstag, 16.03.2026, 18:00-19:30 Uhr: „Radikalisierung auf Social Media?! Rechtsextreme Strategien im Netz von damals bis heute

Bei dieser Veranstaltung beschäftigen uns mit der Entwicklung rechtsextremer Aktivitäten im digitalen Raum. Im Mittelpunkt stehen Strategien, aber auch die Rolle der Plattformen und Apps. Was haben Social-Media-Trends mit jungen aktionsorientierten Gruppen oder sogar mit rechtsterroristischen Gewalttaten zu tun?

  • Donnerstag, 21.05.2026, 18:00-19:30 Uhr: Alles nur Panikmache?! Die extreme Rechte in der Klimakrise

Welche Rolle und Haltung hat die extreme Rechte mit Blick auf die Klimakrise? Wie kann es sein, dass rechtspopulistische Akteur*innen die Klimakrise leugnen und trotzdem davon profitieren? Und welche rassistischen Narrative verbinden Rechtsextreme mit Klimaschutz?

Du hast Fragen zum Projekt oder zum Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus? Dann wende dich an [email protected].


Dieses Projekt wird gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.


© Bildnachweis für Foto im Header: Unsplash | Dim Hou

Die NAJU vor Ort

Hier findest du aktuelle Termine der NAJU, Ausleihstationen für den Storchenkoffer und den Insektenrucksack sowie deinen NAJU-Landesverband und NAJU-Gruppen in deiner Nähe. 

 

 

Kontakt zur NAJU (Achtung, wir haben eine neue Adresse!)

NAJU (Naturschutzjugend im NABU)

Bundesgeschäftsstelle

Charitéstraße 3

10117 Berlin

 

Telefon:  030 - 65 21 37 52 0

Telefax:   030 - 65 21 37 52 99

E-Mail: [email protected]