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In Rom bei dem Untergremium für die Vertragsumsetzung

Nachdem wir vorletztes Jahr zu sechst in Kolumbien bei der CBD COP16 dabei waren und zwei von uns bei der COP16.2 in Italien, hatten diesen Oktober zwei von uns die Möglichkeit bei Zwischenverhandlungen zu der Biodiversitätskonvention dabei zu sein. 

 

Es gibt drei Unterverhandlungsorgane innerhalb der CBD-Konvention: SBSTTA, SBI, SB8j. Von SBSSTA und SB8j haben wir euch im letzten Beitrag berichtet. Nun stand als letzte Zwischenverhandlung vor der neuen Delegation noch der SBI6 an. Die sechste Sitzung beschäftigte sich mit dem aktuellen Stand der Themen beschäftigt und mit der Umsetzung des KM-GBF (Globaler Biodiversitätsrahmen von Kunming-Montreal) zu tun haben.

 

Auch an dieser sollten wieder zwei von uns teilnehmen. Leider musste Felician jedoch kurzfristig gesundheitlich absagen. So hat Basti vor Ort allein die Stellung gehalten. Im FAO-Gebäude (das Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen), in dem auch bereits die CBD COP16.2 stattgefunden hat, direkt neben dem Circus Maximus, wurde über Finanzen, Partizipation und und Berichte diskutiert und verhandelt.

 

Leider hat sich das Bild der letzten Verhandlungen auch in Rom wiederholt. Die Verhandlungen werden zunehmend politischer, auch in den Vorverhandlungen. Statt proaktiv und progressiv nach vorne zu gehen, halten sich viele Länder bedeckt und versuchen Verhandlungsmasse für die CBD COP17 aufzubauen, oder auch für andere politische Interessen.

Besonders auffällig waren in Rom beispielsweise Russland, das sehr offensiv aufgetreten ist und gefordert hat, dass UN-Verhandlungen nur noch in Ländern stattfinden sollten, in denen Russland keine Sanktionen erfahren. Aber auch der Iran, der im Plenum wiederholt das Wort ergriff.

 

Inhaltlich sind wir leider kaum voran gekommen. Die Frustration bei allen (außer wenigen Delegationen) war greifbar. Unser Take als GYBN hierzu? „Niemand hält euch auf als Beispiel voranzugehen. Egal was wir hier entscheiden und wie frustriert wir auch sein mögen: Ihr könnt immer mehr machen. Seid ein Vorbild!"

 

Sehr positiv ist wieder das Gastgeberland der CBD COP17 in Armenien in Erscheinung getreten. Viele Hoffnungen liegen auf Jerewan, dem Gastgeberland wird jedoch bereits jetzt absehbar eine fast nicht lösbare Aufgabe mit auf den Weg gegeben. Bereits jetzt gibt es hinter verschlossenen Türen Wetten, dass die kommende CBD COP17 auch in die Verlängerung gehen könnte, weil der Workload nicht leistbar erscheint. 

Ein Highlight des SBI6 war neben sehr viel Frustration jedoch auf jeden Fall die Verkündigung des Logos der CBD COP in Armenien. Ein stylisierter Bläuling in den Farben der 17 SDGs. Toll!

 

Armenien hat große Ziele. Es soll die CBD COP der Stakeholder werden. Die neue Delegation wird dann im Oktober selbst vor Ort sein, als Stakeholder aber vor allem als deine und unsere Vertreter*innen. 

Sei du ein Teil davon und bewirb dich!

Die NAJU vor Ort

Hier findest du aktuelle Termine der NAJU, Ausleihstationen für den Storchenkoffer und den Insektenrucksack sowie deinen NAJU-Landesverband und NAJU-Gruppen in deiner Nähe. 

 

 

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