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Gemeinsames Europa

Je mehr wir uns mit den Thematiken der aktuellen Klimakonferenz beschäftigten, desto deutlicher wurde uns, welche Bedeutung und positive Auswirkungen eine schnelle Erhöhung des europaweiten einheitlichen Klimaschutzziels (NDC) haben würde. Im kommen Jahr (2020) und dann wieder in fünf Jahren (2025) müssen alle Länder ihre Klimaschutzziele aktualisieren und bestenfalls erhöhen. Die EU hat dabei eine starke Vorreiterrolle und kann dementsprechend mit eigenen, sehr hohen Zielen andere Staaten beeinflussen.

 

Diese Situation nahmen wir zum Anlass, um uns auf der Klimakonferenz insbesondere mit anderen Jugendvertrerter*innen aus ganz Europa zu vernetzten. Gemeinsam wollten wir es schaffen, sowohl inhaltlich als auch kreativ unsere Forderung zu einer schnellen ambitionierten Erhöhung des Klimaschutzziels zum Ausdruck zu bringen. Nach einer Aufteilung in Arbeitsgruppen, vieler Absprachen, langer Nächten und diskussionsreicher Treffen war es heute soweit: Das Ergebnis unser Arbeit präsentieren wir heute mit einer Protest-Aktion und der Übergabe eines offenen Briefes.

 

Bis in die Nacht mussten wir auf die Genehmigung des Sekretariats für unsere kleine Demo warten. Um 7:00 Uhr (morgens!) sind dann auch die letzten Genehmigungsfragen geklärt und wir betreten mit unseren zuvor am Sonntag gebastelten Schildern das Gelände. Nicht ohne Grund sind wir so früh unterwegs. Um 8:30 Uhr treffen sich alle Delegationen der EU-Mitgliedsstaaten, um sich über die gemeinsame EU-Positionierung auszutauschen. Damit auch alle ankommenden Diplomat*innen von unserem Anliegen mitbekommen, positionieren wir uns im Eingangsbereich.

 

Unsere Aktion ähnelt einem kleinen Theaterstück. Die EU muss sich entscheiden, welchen Weg sie gehen möchte: den ambitionierteren Weg, bei dem die Mitgliedsstaaten zu den „Champions“ gehören oder den langsameren Weg, der zu den „Loosern“ führt? Die Aktion bekommt schnell Aufmerksamkeit und wird für uns zu einem Erfolg!

 

Dass auf der Weltklimakonferenz viele Politiker*innen an einem Ort zusammenkommen, haben wir uns auch für die Bekanntmachung unserer inhaltlichen Forderungen zu Nutze gemacht. In kürzester Zeit hatten wir als europäische Jugendvertreter*innen einen offenen Brief an die EU bzw. die EU-Kommission aufgesetzt. Innerhalb von 48 Stunden versuchten wir so viele Organisationen aus ganz Europa als Unterstützung zu gewinnen. (Hier geht’s zum Brief.)

Bereits gestern hatte Janine die Möglichkeit über das Netzwerk CAN an einem Treffen mit dem neuen Vizepräsidenten der EU-Kommission Franz Timmermans teilzunehmen. In dem Rahmen nutzten wir die Chance und gaben ihm den fertiggestellten Brief mit auf den Weg.

Heute dürfen wir an einem ähnlichen Termin mit Vertreter*innen des EU-Parlaments teilnehmen, um wie bei dem Treffen mit Franz Timmermanns unsere Forderungen vorzubringen. Wir dürfen als erstes sprechen und geben uns Mühe unsere Redezeit effizient zu nutzen, anscheinend mit Erfolg. Am Ende des Gespräches sind es die Abgeordneten, die auf uns zukommen und nach einem gemeinsamen Übergabefoto fragen.

Mittlerweile hat Ursula von der Leien die ersten Details zum Green Deal in ein einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Eigentlich wollten wir unsere Aktion am Nachmittag als Reaktion auf den Green Deal wiederholen. Da allerdings die meisten von uns im Laufe das Tages das Veranstaltungsgelände unfreiwillig verlassen mussten, entschieden wir uns dazu, die Aktion auf Freitag zu verschieben. Warum wir kurzzeitig von der Weltklimakonferenz ausgeschlossen wurden, lest ihr hier.

 

Update: Auch die Wiederholung der Aktion am Freitag ist ein Erfolg. Nicht nur der Umweltminister der Malediven kommt zufällig vorbei und möchte direkt ein Foto mit uns sondern auch verschiedene Pressevertreter*innen werden auf uns aufmerksam. Bereits nach einigen Stunden sehen wir uns als Titelbild von Beiträgen zum EU-Klimaschutzziel wieder. Unter anderem auch in den Tagesschau-Nachrichten.

© Bildnachweis für Foto im Header: NAJU

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