Earth Overshoot

Globaler Erdüberlastungstag: Klima- und Ressourcenschutz am Scheideweg

Am 22. August 2020 hat die Menschheit nach Berechnungen des Global Footprint Network alle Ressourcen verbraucht, die ihr bei nachhaltiger Nutzung für das gesamte Jahr zur Verfügung gestanden hätten. Aufgrund der Corona-Pandemie rückt der Tag in diesem Jahr gut drei Wochen nach hinten. BUNDjugend, FairBindung, Germanwatch und NAJU warnen jedoch: Dieser Effekt könnte schon im kommenden Jahr wieder verpufft sein, wenn der Weg aus der Coronakrise nicht ressourcenschonend gelingt.

 

„Wir stehen bei der Bekämpfung der Klima- und Biodiversitätskrise weltweit an einem Scheideweg", so Jan Göldner aus dem Bundesvorstand der NAJU. "Entweder wir nutzen die aktuell notwendige Unterstützung der Wirtschaft für Anreize und zukunftsfähige Investitionen in Klima- und Ressourcenschutz oder wir verpassen diese Chance und machen einen riesigen Schritt rückwärts."

 

Der Erdüberlastungstag wird jährlich für jedes Land und für unsere gesamte Erde von Global Footprint Network errechnet. Letztes Jahr war der globale Erdüberlastungstag am 29. Juli 2019. Für die Berechnung des Tages werden zwei Größen gegenübergestellt: zum einen die biologische Kapazität der Erde Ressourcen aufzubauen sowie Abfälle und Emissionen aufzunehmen und zum anderen der gesamte Bedarf an Ressourcen und Flächen, den wir durch unsere derzeitige Lebens- und Wirtschaftsweise benötigen. Weitere Informationen zur Berechnung und Datenerhebung gibt es beim Global Footprint Network.

 

Gemeinsame Pressemitteilung von Germanwatch, BUNDjugend, FairBindung und NAJU

Deutscher Erdüberlastungstag: Wir bräuchten drei Erden

Foto: Jörg Faris | Die Projektoren
Foto: Jörg Faris | Die Projektoren

Würden alle Menschen weltweit so leben und wirtschaften wie wir in Deutschland, bräuchten wir 3,2 Erden. Denn der deutsche Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day) war 2019 bereits am 3. Mai. Alle natürlichen Ressourcen und nachhaltig verkraftbaren Emissionen, die uns für ein Jahr zur Verfügung stehen, waren dann rechnerisch verbraucht! Das bedeutet, dass wir ab diesem Tag ökologisch gesehen auf Pump und damit auf Kosten von Menschen in anderen Gesellschaften und nachfolgenden Generationen leben. 

 

Aufgrund von Corona-Effekten fällt das Jahr 2020 aus der Reihe. Wir brauchen jetzt eine nachhaltige Transformation, um dem Overshoot entgegenzuwirken! "Um Ressourcenverschwendung und Klimakrise einzudämmen, ist politischer Wille gefragt. Gemeinsam müssen entschlossene Maßnahmen getroffen werden, die zu einer zukunftsfähigen Wirtschafts- und Lebensweise für alle führen", fordert Jan Göldner aus dem Bundesvorstand der NAJU.

Was sagen Kinder eigentlich dazu?

Die NAJU hat zum deutschen Erdüberlastungstag 2019 gemeinsam mit Germanwatch e.V., INKOTA-netzwerk, BUNDjugend und FairBindung e.V. nachgefragt, was Kinder einer vierten Klasse in Berlin dazu sagen. Schau rein!

© Bildnachweis für Foto im Header: Jörg Farys | Die Projektoren

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