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So bewertet die Jugenddelegation die Zwischenverhandlungen in Genf

Am Dienstag gingen die Zwischenverhandlungen in Genf in die letzte Runde. Seit dem 13. Februar wird hier über die Ziele des geplanten Global Biodiversity Framework (GBF) verhandelt, das die Aichi-Ziele ablösen und den Rahmen für den Schutz der Biodiversität in den kommenden Jahrzehnten bieten soll. Mit Felician und Adina sind  zwei Mitglieder der aktuellen Jugend-Delegation direkt vor Ort, während Zarah, Hannah, Julia und Julius das Geschehen aus der Ferne virtuell verfolgen. Für die Delegation geht es dabei darum, den Stand der Verhandlungen zu begleiten und sich vorzubereiten auf die kommende Konferenz in Kunming, wo die GBF schließlich verabschiedet werden sollen.

 

Dazu bietet die digitale Teilnahme die Möglichkeit, in die Gremien und Gesprächsrunden hineinzuschauen. Gleichzeitig lernen wir über die Schwierigkeiten dieses Formats. Es ist nicht unüblich, dass spontane Meetings einberufen werden, wenn sich die Parteien nicht einigen können und Kontaktgruppen zusammenkommen – manchmal bis in die Nacht. Außerdem stoßen wir als Ehrenamtliche oftmals an die Grenzen unserer Kenntnisse; viele Diskussionspunkte drehen sich um (wichtige!) Detailfragen. Von einem Meeting ins nächste, von der Ressourcenmobilisierung zu Pestizideinsatz zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen zu „hoppen“, kann dann auch mal zu viel werden. Gut, dass wir nicht allein sind und starke Verbündete aus der Zivilgesellschaft wie GYBN  an unserer Seite haben. Für Felician und Adina waren die Vernetzung und das Verfolgen der Verhandlungen vor Ort in Genf deutlich besser.

 

Bisher gibt es neben einigen Frustrationen glücklicherweise auch schon Fortschritte zu verzeichnen. So wurde Einigkeit für eine Reihe von Entscheidungen signalisiert, unter anderem für den Umsetzungsplan und den Aufbau von Kapazitäten für das Cartagena Protokoll, den Gender Plan of Action und den finanziellen Mechanismus. Wichtig wird es sein, auch die notwendigen Mittel bereitzustellen.

 

Sorgen machen uns die vielen Versuche, die GBF-Texte zu verwässern. Selbst beim so breit unterstützten Ziel, 30 Prozent der Landes- und Meeresfläche unter Schutz zu stellen, gibt es Bestrebungen, dieses abzuschwächen. So wird immer wieder ins Spiel gebracht, das Ziel nur auf globaler Ebene anzusetzen, sodass einzelne Staaten sich nicht daran gebunden fühlen müssten. Nachbesserungen sind vor allem bei den Zielen in Bezug auf deren Messbarkeit dringend notwendig. 

 

Bis zum Schluss wurde um einzelne Bausteine gerungen; letztlich wurden Nachverhandlungen im Juni in Nairobi beschlossen. Wir als Jugenddelegation hoffen, dass die dortigen Beschlüsse ambitionierter sind, damit aus Worten auch Taten werden können und der Verlust der Biodiversität aufgehalten wird.

Die NAJU vor Ort

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