Biodiversität und indigene Bevölkerungen

Und jetzt?! Diese Frage ist der Name einer Konferenz, die jährlich stattfindet und vor allem für junge Menschen gedacht ist, die einen Freiwilligendienst in einem sogenannten Entwicklungsland absolviert haben.

 

In unserem dreistündigen Workshop befassten wir uns auf der undjetzt?!- Konferenz in Thüringen intensiv mit dem Zusammenhang zwischen

Biodiversitätsschutz und dem Schutz der Rechte von indigenen Bevölkerungen (iB). Als Beispiele diskutierten wir die Rolle von iB im Biodiversitätsschutz auf dreiverschiedenen Kontinenten: Südamerika, Afrika und Europa. Vor allem anhand des Beispiels der iB im Nationalpark Yasuní in Ecuador wurde ein Dilemma für die Teilnehmenden deutlich: Es gibt oft viele verschiedene Interessensgruppen mit

jeweils nachvollziehbaren Perspektiven. Zudem besteht in manchen Fällen Unklarheit darüber, wer in erster Linie die Verantwortung für den

Biodiversitätsschutz tragen sollte. Die ecuadorianische Regierung beschloss nach einem gescheiterten Appell an Industriestaaten um finanzielle Unterstützung für den Erhalt von Biodiversität, Erdöl aus dem Nationalpark zu fördern, um damit die Wirtschaft des Landes voranzutreiben und somit auch die Armut zu bekämpfen. Dabei wird jedoch zum einen die Lebensgrundlage einiger iB und zum anderen

die Biodiversität des Nationalparks beeinträchtigt.

 

Anhand eines Ressourcen-Spieles mit einer anschließenden emotions-basierten Reflektion konnten die Teilnehmenden sich in verschiedene Akteure des obengenannten Dilemmas einfühlen. Ihnen wurde eine Sicht aus verschiedenen Perspektiven ermöglicht. Sie stellten fest, wie viel weniger man zum Handeln motiviert sein kann, je „weiter weg“ die negativen Auswirkungen von einem selbst entfernt sind.

 

Auch wurde den Teilnehmenden sehr bewusst, wie selten sie im Alltag mit dem Thema indigene Bevölkerungen konfrontiert werden und wie wenig bis keinen Kontakt sie bislang zu Menschen indigener Bevölkerungen hatten. Darüber hinaus erarbeiteten wir gemeinsam Handlungsmöglichkeiten für einen biodiversitäts-freundlichen Lebensstil.

 

Text: Inga Fink

© Inga Fink
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