Blog for Biodiv

Folgt den Jugenddelegierten auf ihrer Tour durch Deutschland und auf der COP 13 in Mexiko

Hier bloggt die deutsche Jugenddelegation für biologische Vielfalt über ihre Tour durch Deutschland, Biodiversitätspolitik und über ihre Social Media Kampagne. Außerdem kannst du unter den Hashtags #voiceforbiodiv und #verknalltinvielfalt auf Facebook und Instagram verfolgen, was die Jugenddelegierten so treiben und warum jungen Menschen in Deutschland biologische Vielfalt wichtig ist. Stay tuned!

Mi

01

Feb

2017

Vortrag in München

Nochmal Deutschlandtour!

Am Mittwoch wurde ich (Marco) etwas melancholisch. Seit Projektbeginn im Sommer 2014 bin ich Teil des Projekts Voice for Biodiv. Nun läuft das Projekt aus und für mich geht es nach fast drei Jahren ein letztes Mal zu einem Termin der Deutschlandtour. Ein Vortrag bei der Ringvorlesung der LBV-Hochschulgruppe München stand an, bei dem ich einen Einblick in die CBD COP 13 aus Jugendsicht geben sollte. Ungefähr 30 interessierte Studierende waren zu diesem Vortrag im Biozentrum der LMU München gekommen. Nach meinem Vortrag gab es noch eine Fragerunde mit einigen Interessierten und es kristallisierte sich heraus, dass zwei der Anwesenden potentielles Interesse an der Teilnahme an einer zukünftigen Delegation hätten. 

 

Mit diesem für mich letzten Deutschlandtourtermin blicke ich auf drei besondere Jahre zurück. Ich habe tolle Menschen kennengelernt, sei es in den beiden Jugenddelegationen, Mitglieder von GYBN oder auch Delegierte während den beiden COPs. Während COP 12 konnte ich auf einem Side Event das Projekt vorstellen, durch das ich überhaupt Mitglied der NAJU wurde und ich habe in den letzten Jahren wirklich viel gelernt. 

 

Allen, die hier mitlesen und sich vielleicht überlegen, sich für die nächste Jugenddelegation zu bewerben kann ich sagen: Tut es. Euer Terminkalender wird dadurch bestimmt voller, aber es lohnt sich 

 

Mo

19

Dez

2016

COP 13 Mexiko

Jedem Ende wohnt ein Anfang inne

Als ich (Franzi) am Sonntag aufwache, kommt es mir unwirklich vor: die CBD COP 13, die Konferenz die unser Leben in den letzten zwei Wochen von morgen bis abends bestimmt hat, ist offiziell zu Ende.  

Es waren anstrengende und manchmal verwirrende aber vor allem auch spannende und aufregende Tage voll toller Erfahrungen und Begegnungen. Die Verhandlungen zu den verschiedenen Themen wie Forstwirtschaft, synthetische Biologie und dem traditionellen Wissen indigener Völker haben sich in den letzten Tagen der Konferenz nochmals zugespitzt. In manchen Fällen kam es zu einer Einigung und andere Themen mussten vertagt werden. Die Meinungen aller 193 Mitgliedsstaaten unter einen Hut zu bekommen, ist leider nicht so einfach. Letzten Endes hängt der Erfolg der Konferenz für den Schutz der Biodiversität, wie wir als GYBN in unserem Abschlusstatement auch nochmal betont haben, aber vor allem davon ab, was von den ganzen schönen Versprechen auf den Konferenzdokumenten auch wirklich in die Tat umgesetzt werden kann. Oder um es in den Worten von Exekutivsekretärs Braulio Diaz zu sagen, das A und O ist: "Implementation, Implementation, Implementation!"

Am Sonntag  Nachmittag ziehen wir dann auch als GYBN Bilanz über unsere Beteiligung an der COP und schmieden Pläne für die Zukunft des Netzwerks. Und obwohl es dann Zeit wird (unter dem einen oder anderen Tränchen) Abschied zu nehmen, kann man auch gespannt sein, was die Zukunft so an Projekten für GYBN bereit hält!

Wir als deutsche Jugenddelegation verabschieden uns jetzt erstmal in ein paar Tage Mexikoerkundung, um Mal nicht nur über Biodiversität zu reden, sondern tatsächlich auch welche zu sehen! Also in diesem Sinne: Hasta luego amigas e amigos!

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Mi

14

Dez

2016

COP 13 Mexiko

Die Zeit rast!

Kaum in Cancun angekommen, befinden wir uns auf einmal schon fast in den letzten Zügen der COP. Nachdem wir am Montag gut erholt in die zweite Konferenzwoche gestartet sind, hat sich die Energie die wir in den zwei freien Konferenztagen gesammelt haben doch schnell wieder verflüchtigt. Mit den Schichten, die einige von uns an unserem Stand absolvieren, während die andere Hälfte die Verhandlungen verfolgt, sind wir gut beschäftigt.

 

Gerade bei dem Punkt Synthetische Biologie sind sich die Länder so gar nicht einig. Nachdem ihr ja schon an anderer Stelle lesen konntet, was eine Contact Group ist, wisst ihr ja auch, dass die einberufen wird, wenn man in großer Runde in den Working Groups nicht zu einem Ergebnis kommt. Der Idealfall wäre dann, dass die Contact Group nach einem oder mehreren Treffen mit einem Text zurückkehrt, der von allen mit getragen werden kann. Auch nach vier langen Treffen (das letzte ging bis kurz vor Mitternacht!) gibt es keine Einigung, somit bleibt es in dieser Hinsicht auf jeden Fall spannend.

 

Ansonsten geht an Tag 9 der COP alles seinen mittlerweile schon fast gewohnten Gang. Alle Abläufe haben sich eingespielt und man kennt sich mittlerweile auf dem Gelände aus. Fast schade, dass das Ende der Konferenz jetzt schon in fast greifbarer Nähe ist! Aber noch stehen wichtige Entscheidungen an und das Ende ist auch erst für Samstag gegen Mittag angesetzt, erfahrene Delegierte haben uns aber schon darauf hingewiesen, dass das auch gern recht flexibel gehandhabt wird ;-)

Wir werden weiter berichten!

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Di

13

Dez

2016

COP13 Mexiko

Brackets or no brackets?

Jetzt, in der zweiten Woche, ist Zeitdruck in den Sitzungen auf der Konferenz zu spüren. Nur noch wenige Tage bis zum Ende der Konferenz und es sollen noch viele Themen diskutiert werden. Doch das hindert manche Staaten nicht daran, mehrmals nachzuhaken und auch mal Verhandlungen zu blockieren. Nachdem in Laufe der vergangenen Woche einige Themen bereits abgeschlossen wurden, gibt es immer noch viele Sitzungen, die sich u.a. aus letztgenannten Gründen in die Länge ziehen.

 

Das Thema 'Synthetische Biologie' wird sehr kontrovers diskutiert, leider nicht immer sachlich. Hier geht es unter anderem darum, ob es ein Moratorium für sogenannte 'Gene-Drives' geben soll. Diese sind ein Werkzeug, um gezielt genetische Veränderungen in Populationen einzubringen.  

 

Bei vielen Themen geht es in den Diskussionen um das 'wording', das heißt um einzelne Wörter. Wie stark soll etwas betont werden? Soll die Möglichkeit einer Handlung zu Kenntnis genommen werden, eine Umsetzung vorgeschlagen werden oder sogar dringend zu einer Umsetzung geraten werden? „Brackets or no brackets?“, das ist hier die Frage. Die Klammern (brackets) kennzeichnen die Bereiche des Textes, über die sich die Delegierten noch im Unklaren sind.

 

Nun auf in die nächste Verhandlungsrunde!

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So

11

Dez

2016

COP13 Mexiko

¡Hola Amigos!

Die erste Woche ist nun erfolgreich abgeschlossen. Wir haben einige weitere Interventionen als Jugend der Welt halten können. Das sind kurze Meinungsäußerungen im großen Plenum mit allen Ländern, die die Politiker in ihrer Entscheidung voranbringend sollen. Neben dem Folgen der Verhandlungen sind wir als Jugend durch unsere Kampagne sichtbar: Es gibt es das „Speaking for Species“ Programm. Es besteht aus Buttons mit einer Tier- oder Pflanzenart darauf, die sich die Delegierten aus ganzer Welt bei uns am Kiosk aussuchen dürfen. Dazu dürfen sie noch ein kleines Video aufnehmen lassen, in dem sie erklären, warum sie sich so entschieden haben. Dabei haben wir schon einige Leute begeistern können. „Madam Chair“, so die Moderatorin des großen Plenums auch gerne genannt, hat sich die Korallen ausgesucht, da ihre Lieblingstiere, die Meeresschildkröten, in Korallenriffen leben. Auch der Mexikanische Umweltminister, quasi der Gastgeber der COP, kam schon vorbei. Das Ganze soll daran erinnern, warum die Menschen eigentlich auf der COP sind: um für unsere gemeinsame Zukunft zu verhandeln. Die Videos dazu finden sich auf der Facebook-Seite von GYBN.

Nach dem jetzigen Wochenende, an dem wir auch einmal den mangelnden Schlaf der anstrengenden Konferenzwoche nachholen konnten, starten wir morgen nun mit neuer Energie, um weiterhin die Welt für uns alle ein bisschen lebenswerter zu machen.

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Sa

10

Dez

2016

COP13 Mexiko

Halbzeit

Zwischen den ganzen Anzügen fallen vor allem viele Vertreter*innen der indigenen Verbände auf, die oft in ihrer traditionellen Tracht kommen und so auf ihre Belange aufmerksam machen. Zynischerweise befinden wir uns hier natürlich auf dem angestammten Land der Maya, von denen jetzt einige als Servicekräfte in den hiesigen Hotels angestellt sind, eine etwas irritierende Begleiterscheinung, wenn man mal darüber nachdenkt.

 

Die erste Woche auf der CBD COP ist nun vorbei und wir sind immer noch - und mehr denn je - mittendrin. Wir treffen viele Vertreter*innen der nationalen Delegationen oder von internationalen NGOs, gerade kam die Vorsitzende des großen Plenums an unserem Stand  auf einen Plausch vorbei.  Dazu sind wir als Teil des großen GYBN-Netzwerks ständig in engem Austausch mit jungen Menschen aus Uganda, Jamaika, Bahrain, Kolumbien, Japan und vielen anderen Ländern, wirklich sehr spannend!

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Di

06

Dez

2016

COP 13 Mexiko

Hasta la vista!

Langsam geht es hier in Mexiko richtig los. Jeden Morgen werden wir von dem munteren Gonzales (genannt Gonz) im Shuttlebus mit einem freudigen „Hasta La Vista Babies!“ eingesammelt und zum Konferenzgelände gebracht.
Die Eindrücke sind so vielfältig und überwältigend, dass es sich anfühlt, als wären bereits zwei Wochen der Konferenz vorüber, obwohl wir mit dem Global Youth Biodiversity Network (GYBN) erst seit zwei Tagen den Verhandlungen folgen.
Das übrigens sehr erfolgreich: GYBN kann sich neben dem tollen Opening Statement auch bereits zwei Interventionen auf die Fahne schreiben.
Ich (Zarah) hatte am Montag die Möglichkeit, die Umsetzung der UN-Dekade für Biologische Vielfalt in Deutschland auf dem UN-Dekade Tag der Konferenz vorzustellen und an einer Podiumsdiskussion mit Regierungsvertretern aus Mexiko und Japan teilzunehmen. Spannend zu sehen, wie Programme, die ich aus Deutschland kenne, international angegangen werden!
Mit dieser Mischung aus Begeisterung und leichter Reizüberflutung viele Grüße aus Cancún!

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So

04

Dez

2016

COP 13 Mexiko

Ankommen und starten

Das erste Wochenende in Cancún stand für die Jugenddelegation im Zeichen von Jetlag überwinden und auf der COP ankommen. Während des Wochenendes stand ein großes Vorbereitungstreffen mit dem Global Youth Biodiversity Network an, wo es neben der Vorbereitung auf die Abläufe bei der COP auch darum ging, die anderen Jugenddelegierten aus ca 25 Ländern kennenzulernen. Am Sonntag Nachmittag fand dann die Eröffnungszeremonie der COP statt, während der auch GYBN ein Statement abgeben konnte, welches von Grecia aus Mexiko und James aus Uganda vorgetragen wurde.

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Di

29

Nov

2016

Voice for Biodiv

#VielfaltIst beim bayerischen Jugendgipfel

Am 3. Und 4. November fand in München der erste bayerische Jugendgipfel zur Biodiversität im bayerischen Landtag statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung kamen ca. 70 junge Menschen zusammen um über Biodiversität zu diskutieren und um ein Forderungspapier zu entwerfen, dessen Hauptinhalte in einem Gespräch mit Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) diskutiert wurden. In diesem Rahmen hatte auch Marco die Gelegenheit über das Projekt Voice for Biodiv zu berichten.

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Mi

20

Jul

2016

LaLa!

Anne und Thiemo waren auf dem Landeslager des VCP Niedersachsen

Mit einem Workshop für Multiplikator*innen und einem Samenbomben-Stand war unsere Jugenddelegation auf dem Landeslager des Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) Land Niedersachsen dabei.

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Di

12

Jul

2016

Feelfalt am Bergheider See

Die deutsche Jugenddelegation ist auf dem Feel Festival dabei

Bei einer Vogelstimmenführung in den Morgenstunden und am Samenbombenstand waren Franzi, Thiemo und Zarah während des Festivals im Einsatz. Sonnenschein und Festivalstimmung trugen dazu bei, dass das Interesse der Gäste groß war. Ein voller Erfolg für die Delegation!

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So

03

Jul

2016

Die Konferenz der Arten

Die deutsche Jugenddelegation für biologische Vielfalt und der Deutsche Jugendbund für Naturbeobachtung (DJN) waren dabei

Am 2. Juli öffnete der Open Air Salon im Rahmen der „Konferenz der Arten“ der Leibniz Gemeinschaft für Groß und Klein seine Pforten. Nachdem am Tag zuvor darüber gesprochen wurde, wie der Verlust der Artenvielfalt in Deutschland zu stoppen sei, stellten Museen, Vereine und die Wissenschaft vor, was sie zum Thema machen. Die nächste Generation war durch Voice for Biodiv und den DJN vertreten.

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Mo

27

Jun

2016

Füchse im Regen

Unser Jugenddelegierter Thiemo war mit der NAJU auf dem Hurricane Festival

Der Stand der NAJU hat inzwischen Tradition. In diesem Jahr war das „Wappentier“ des Hurricane-Festivals der Fuchs. Deshalb waren Schablonen in Fuchstatzenform für Sprühkreide, Fuchsnasen und –masken im Gepäck – und Thiemo aus der Jugenddelegation war auch dabei! Alle hatten  viel Spaß mit dem Anfertigen von Seedbombs, der Selfiestation und dem Barfußpfad. Wie ihr sehen könnt, nahm man den Regen mit Humor :)

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So

12

Jun

2016

Gemeinsam feiern

Voice for Biodiv auf dem Interkulturellen Stuttgarter Kinderfest Stuttgart

Dem NABU Stuttgart gefällt das „Voice for Biodiv-Spiel“ so gut, dass es am Stand des Interkulturellen Kinderfestes in Stuttgart dabei war. Mehr Bilder und Infos zu Veranstaltung findet ihr hier.

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So

05

Jun

2016

Sommerregen und Samenbomben

Die deutsche Jugenddelegation war auf dem Umweltfestival 2016 in Berlin dabei!

Am internationalen Tag der Umwelt findet in jedem Jahr das Umweltfestival statt, die größte Erlebnismeile zum Thema in Europa. Da durfte die Jugenddelegation natürlich nicht fehlen! Zarah, Franzi und Gerrit rollten Samenbomben mit groß und klein und sprachen mit den Besucher*innen über biologische Vielfalt und „Voice for Biodiv“. Das Spiel kam besonders bei den Kindern sehr gut an, nicht einmal der Sommerregen mit Gewitter tat dem einen Abbruch.  

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Mo

16

Mai

2016

#Vielfalt ist schützenswert

Die Deutschlandtour der deutschen Jugenddelegation startet mit einem Workshop auf dem Jugendumweltfestival der NAJU

„Wir hatten richtig viel Spaß und freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen der Deutschlandtour“, meint Zarah nach der Veranstaltung. Gemeinsam mit Marco hat sie sich mit zwölf Teilnehmer*innen des Jugendumweltfestivals „Crash the Trash“ in Hameln über internationale Umweltpolitik, Jugendbeteiligung und biologische Vielfalt ausgetauscht. Auch die Social Media Kampagne #Vielfaltist, die die Stationen der Deutschlandtour medial begleiten wird, ist auf Instagram und Facebook angelaufen.  

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Mo

09

Mai

2016

Bienchen, Blümchen, Clownsfisch

Die Deutschlandtour der deutschen Jugenddelegation und die Social Media Kampagne #Vielfaltist starten am Wochenende auf dem Jugendumweltfestival der NAJU

Musik läuft und alle pinseln fleißig: In der Bundesgeschäftsstelle der NAJU laufen die Vorbereitungen für das Umweltfestival „Crash the Trash“ auf Hochtouren. Auch die deutsche Jugenddelegation für biologische Vielfalt ist mit einem Workshop zum Übereinkommen für biologische Vielfalt und Jugendpartizipationdabei. Unter den Händen von Franzi, einem Mitglied der Delegation, entstehen verschiedene Props für die Selfie Station, denn auch die Social Media Kampagne „#Vielfaltist“ soll am Wochenende an den Start gehen. Unter diesem Hashtag zeigen junge Menschen auf Veranstaltungen der Deutschlandtour, wie dem Feel Festival in Brandenburg oder dem Umweltfestival in Berlin, warum Vielfalt für sie wichtig ist. Mitte September, wenn die Kampagne endet, gewinnt der Post mit den meisten Likes einen Überraschungspreis! Auch Undine und Leonie, Freiwillige im Ökologische Jahr in der Bundesgeschäftsstelle, freuen sich über Seesternmasken und Bienchenhaarreifen. Auf Facebook und Instagram kannst du unter dem Hashtag #Vielfaltist der Kampagne folgen. 

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Mo

11

Apr

2016

Vielfalt geht auf Sommertour

Die deutsche Jugenddelegation für biologische Vielfalt plante Medienaktionen und Workshops

Das Gut Sunder war der perfekte Ort für das zweite Treffen der Jugenddelegation: Wo normalerweise Schüler*innen das Imkern lernen und Familien die Vogelwelt Niedersachens entdecken, wurden am Wochenende  Medienaktionen und Workshops der „Deutschlandtour“ geplant. Im Rahmen des Projektes „Voice for Biodiv“ geben die sechs Delegierten ihr Wissen auf Festivals, Konferenzen und Camps in ganz Deutschland an junge Menschen in ganz Deutschland weiter. Der Auftakt wird das NAJU-Umweltfestival „Crash the Trash“ sein, das über Pfingsten in der Nähe von Hameln stattfindet. Auf dem Feel Festival in Brandenburg, dem Umweltfestival in Berlin und anderen Veranstaltungen können Teilnehmende das Voice for Biodiv-Spiel ausprobieren, mit der Jugenddelegation Samenkugeln zum Mitnehmen herstellen und in einem Planspiel internationale Umweltpolitik kennenlernen. Auch eine Selfie-Station geht mit auf die Reise. Während der Veranstaltungen können die Teilnehmenden aufschreiben, was Vielfalt für sie bedeutet und Fotos von sich mit tollen Tierkostümen machen. Unter dem Hashtag #vielfaltist werden sie auf Facebook und Instagram ihre Fotos verbreiten. Für das Foto, am meisten geteilt wurde, wird am Ende des Sommers ein toller Preis vergeben. Viele Ideen sind während des Seminars auf Gut Sunder entstanden und es blieb trotzdem noch genug Zeit für Entspannung am Lagerfeuer und Vogelbeobachtung. Der Sommer kann kommen!

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Mo

29

Feb

2016

Ziegen, Mexiko und Wachstumskritik

Das erste Treffen der deutschen Jugenddelegation für biologische Vielfalt 2016 hat stattgefunden

Endlich war es soweit: Aus verschiedenen Ecken von Deutschland machten sich vergangene Woche Zarah, Anne, Marco, Thiemo, Gerrit und Franzi auf den Weg nach Voitmannsdorf. Vier Tage lang beschäftigten sie sich mit Biodiversität, der Vorgeschichte der Jugenddelegation und ihren gemeinsamen Plänen für das kommende Jahr. Dank des Landschaftspflegeverbandes Bamberg e.V. gab es zum Auftakt eine Vorfrühlingsexkursion mit Ziegen. Zwischendrin schaute Christian vom Global Youth Biodiversity Network (www.gybn.org) vorbei, mit dem Ideen für die Jugendvertreter*innen auf der 13. Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens für biologische Vielfalt im Dezember in Mexiko ausgetauscht wurden. Bis dahin steht allerdings viel an: Eine Social Media Kampagne, Workshops zu biologischer Vielfalt auf Camps und Festivals und zwei weitere Seminare liegen vor den sechs.

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Do

09

Jul

2015

Zu Besuch bei der IFSA in Freiburg

Schon als wir während der CBD-Konferenz mit den Vertreterinnen und Vertretern der International Forestry Students Association (IFSA) in Kontakt kamen, keimte die Idee auf, im Rahmen unserer Deutschlandtour eine gemeinsame Aktion zum Thema Biodiversität zu machen. Da mit Laura eine IFSA-Vertreterin aus Freiburg mit auf der Konferenz war, und auch in unserer Delegation einige Süddeutsche sind, lag nichts näher, als diese Aktion im schönen Freiburg am Fuße des Schwarzwalds stattfinden zu lassen.

Für Marco ereignete sich auf der Anreise noch eine Überraschung, als er im Zug nach Freiburg kurz mit der Umweltaktivistin Christine von Weizsäcker ins Gespräch kam, mit der wir während der Konferenz in Kontakt kamen.

Im Förstercafé der Uni Freiburg haben wir r im Rahmen der von der IFSA organisierten Fernwehabende gemeinsam von unseren Erfahrungen und Erlebnissen während unserer Zeit in Korea berichtet. Das Publikum zeigte sich hierbei trotz des schwülwarmen Wetters sehr interessiert und auch einige Nachfragen halfen den Zuhörern, die CBD besser zu verstehen.

Die Fernwehabende sind eine neu geschaffene Vortragsreihe der IFSA, in welcher junge Menschen zu Wort kommen, die interessantes von Auslandsreisen zu berichten haben. So kam nach unserem Vortrag noch Jakob zu Wort, der über seine Zeit in Kanada berichtet hat und unter anderem Unterschiede zwischen kanadischer und europäischer Forstwirtschaft aufgezeigt hat, aber auch von der Besonderheiten kanadischer Biodiversität zu berichten wusste.

So kam ein gelungener Abend zustande, für den wir uns an dieser Stelle gern nochmal bei Laura und den anderen von der IFSA Freiburg bedanken möchten. Es wäre toll, wenn es mal wieder zu einer gemeinsamen Aktion kommen könnte.

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So

07

Jun

2015

Aufstand 2015 im Zeichen der Sonne

Das verlängerte Fronleichnam-Wochenende war voll von verschiedensten interessanten Veranstaltungen. Vom Kirchentag aus ging es für Marco direkt zum Aufstand, dem Jugendumweltfestival der NAJU Baden-Württemberg. Wegen der anstrengenden Hitze fiel der Workshop zum Thema „Biodiversität und Jugendbeteiligung“ eher klein aus, da die Teilnehmer sich lieber mit einem kühlen Getränk unter einen Baum verzogen, als sich in Zelten auf Präsentationen zu konzentrieren.

Dafür war das etwas kleinere Publikum einerseits sehr dankbar dass der Workshop aus dem stickigen Zelt in den Schatten verlegt wurde und andererseits sehr interessiert an den Fragen, wie sich Biodiversität eigentlich definiert und wie Jugendliche sich auf internationalen Konferenzen engagieren können. Auch ein paar Anekdoten von der CBD COP in Südkorea kamen nicht zu kurz.

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Do

21

Mai

2015

Helene und Marco im Einsatz

Voice for Biodiv beim Landesjugendring Baden-Württemberg


Am 9. Mai hatten Marco und Helene die Möglichkeit das Projekt "Voice for 

Biodiv" sowie unsere Erlebnisse in Korea auf der Vollversammlung des 

Landesjugendrings Baden-Würrtembergs im Herzen von Stuttgart 

vorzustellen.

Das war eine gute Gelegenheit, um den jungen Aktiven sämtlicher 

Jugendverbände (von Akkordeonjugend, über NAJU/ BUNDjugend und der 

Trachtenjugend war alles dabei!) das Thema Biodiversität näher zu 

bringen. Helene machte den Einstieg mit der Frage, was biologische Vielfalt 

überhaupt ist, warum sie wichtig und weshalb bedroht ist. Danach spannte 

Marco den Bogen über das Übereinkommen für biologische Vielfalt hinweg 

bis zur Projektvorstellung unserer innig geliebter Jugenddelegation 

Voice for Biodiv! Zum guten Schluss haben sie nochmal kräftig die 

Werbetrommel gerührt: Wer weiß, vielleicht kommt die eine oder der 

andere uns auf dem Aufstand (5./6.6.2015) oder Kirchentag (3.-5.06.2015) besuchen?


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Di

14

Apr

2015

Tag des Artenschutzes

Am 3. März war der internationale Tag des Artenschutzes. Im Rahmen der Sonderausstellung PANDA hat das Museum für Naturkunde gemeinsam mit dem WWF Deutschland zu einem Themenabend eingeladen, der sich rund um den Schutz der Artenvielfalt gedreht hat. Ob Panda, Nashorn oder Moorveilchen - die biologische Vielfalt bildet die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten. Auch für den Menschen. Wie können wir diese Vielfalt schützen? Und was bedeutet eigentlich Artenschutz in der heutigen Zeit? Wo können wir gemeinsam aktiv werden und die Zukunft unseres Planeten mitgestalten? Beim "Markt der Möglichkeiten" wurden spannende Citizen Science und Naturschutzprojekte vorgestellt. Auch wir waren vor Ort und haben "Voice for Biodiv" vorgestellt. Leider waren nur wenige Jugendliche beim Themenabend vertreten, aber unser Projekt stieß bei den Besuchern dennoch auf gute Resonanz und es kam zu spannenden Diskussionen über politische Jugendpartizipation.
 

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Di

27

Jan

2015

Zu Besuch bei IPBES

Gleich zu Jahresbeginn hat sich die interntationale Biodiv-Community in
Bonn am Rhein getroffen. Im alten Plenarsaal des deutschen Bundestags,
der heute ein Kongresszentrum ist, findet diese Woche das dritte Treffen
des Weltbiodiversitätsrats IPBES statt. Dabei geht es um Austausch von
Wissenschaft und Politik, dieses Mal aber vor allem um Fragen der
Organisation der Arbeit. So möchte die Staatengemeinschaft nämlich
Aufträge zu Studien vergeben. Was von wem nun untersucht werden soll,
ist einer der Punkte auf der Tagesordnung. Bei anderen geht es um Fragen
der Finanzierung, das Arbeitsprogramm, die Regeln zum Ablauf und, und,
und. Das Programm für diese eine Woche ist lang. Verglichen mit der COP
ist die Stimmung aber deutlich ruhiger und es sind deutlich weniger
Leute vor Ort, aber ich treffe viele bekannte Gesichter. Melina und
Christian von GYBN sind dabei, eine ganze Gruppe von jungen
Wissenschaftlern, unsere Kontaktpersonen im BMU und natürlich Horst
Korn, unser Mentor vom Bundesamt für Naturschutz. Es wirkt viel
überschaubarer, wie alle nun im Kreisrund des Plenarsaales sitzen; der
Bundesadler ist säuberlich mit einem IPBES-Plakat verhängt. Jeder kann
jeden zu den Redebeiträgen sehen, und im Foyer begegnet man sich eh.
Am Montagabend hat das Bundesumweltministerium dann zu einem Empfang
geladen. Eine talentierte Sängerin unterhält uns (im Stil von Katie
Melua) mit Songs auf englisch, brasilianisch und weiteren Sprachen, eine
Band begleitet sie. Ein festliches Menü wird uns bereitet mit
Knurrhahn-Filet, Truthahn, italienischer Pasta, Auberginen-Salat und
Rosmarinkartoffeln, zum Nachtisch fruchtige Puddingspeisen. Ich tausche
mich mit unseren Freunden und Bekannten aus, erfahre mehr über die
Besonderheiten von IPBES und dieser dritten Sitzung, und lerne neue
Mitstreiter im Biodiversitätsschutz kennen. Derweil umschwirren uns die
fleißigen Kellner mit Wein und Kölsch. Ein toller Auftakt!

Am nächsten Morgen stellt uns Herr Pachauri, der Vorsitzende des
Weltklimarats IPCC, deren neusten Bericht vor. Dann wird weitergetagt,
das Plenum teilt sich in Arbeitsgruppen. Das IPBES-Sekretariat, das
seinen Sitz seit vergangenem Sommer in Bonn hat, ist teil des UN-Campus.
Hier ist auch der Weltklimarat angesiedelt. Auch das Bonner Wasserwerk,
vor einigen Jahren noch Dreh- und Angelpunkt der Bundespolitik, gehört
dazu. Dort treffen sich nun Arbeitsgruppen direkt am Rheinufer. Auch in
den Pausen finden interne Koordinierungstreffen statt, genau wie auf der
COP, für die EU, Grulac, usw . Da muss ich aber schon wieder los, die
Uni ruft, während die Delegierten noch bis Freitag weitertagen.


Text:  Alexander Hoffmann

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Mo

20

Okt

2014

Ende gut – alles gut?!

Die deutsche Jugenddelegation für Biologische Vielfalt zieht Bilanz

Es ist der 20. Oktober 2014 und es wird Abend in Pyeongchang, Republik Korea. Alle, die noch am letzten Tag der 12. Vertragsstaatenkonferenz zum Übereinkommen zu Biologischer Vielfalt teilnehmen, sind im großen Plenarzelt versammelt und lauschen gespannt, während die finalen Beschlüsse im Plenum durchgegeben werden. Zwei Wochen lang haben wir zusammen mit anderen Mitgliedern des “Global Youth Biodiversity Network” (GYBN) aus aller Welt die Verhandlungen verfolgt, Aktionen gestartet, Gespräche geführt und wie alle Delegierten unter der Kälte in den unbeheizten Zelten in den Bergen gelitten. Nun ist es Zeit Bilanz zu ziehen. Aus Sicht der deutschen Jugenddelegation standen während der letzten zwei Wochen einige Highlights auf dem Programm (Quelle: Blog der UN-Dekade für Biologische Vielfalt)

  • Der „Global Biodiversity Outlook 4“ wurde veröffentlicht: Dieser Bericht enthält Informationen über den aktuellen Stand der Biodiversität auf der Welt. So kann man erkennen, ob wir auf dem richtigen Weg sind oder weltweit noch immer mehr Arten und Lebensräume verschwinden. Leider ist im Moment letzteres der Fall: Die unternommenen Anstrengungen reichen nicht aus, um den Verlust der Artenvielfalt zu stoppen. Aus Sicht der nächsten Generationen heißt das: All die schönen Worte sind nicht genug, auch zwischen den Verhandlungen müssen die Länder zu ihren Absichten stehen und mehr tun!

 

  • Im Bereich Marine Biodiversität ist die Verabschiedung von 150 ökologisch und biologisch wichtigen Gebieten im Meer erst einmal begrüßenswert. Schön wäre es natürlich, wenn die auf wissenschaftlicher Ebene als wertvoll anerkannten Gebiete nun auch als offiziell anerkannte Schutzgebiete ausgewiesen würden. Nur so können wir dem drastischen Verlust der biologischen Vielfalt in den Ozeanen entgegenwirken.

 

  • Im Finanzierungsbereich, eines der am heißesten diskutierten Themen, gab es überraschenderweise eine positive Einigung zwischen Entwicklungsländern und Industriestaaten: Bis 2015 sollen die Finanzierungshilfen für die Entwicklungsländer verdoppelt werden und bis 2020 auf diesem Niveau gehalten werden. Das ist eine gute Nachricht, weil damit Geld für die Umsetzung von Maßnahmen zum Schutz von Biodiversität vorhanden ist.

 

Auch gibt es konkretere Pläne für die Abschaffung schädlicher Subventionen. Alles in Allem also keine schlechten Zielsetzungen. Inwiefern diese dann umgesetzt werden, zeigt sich 2016 in Mexiko, wo die nächsten Verhandlungen stattfinden werden.

Soweit zu den Ergebnissen der Verhandlungen. Doch wie fällt unsere Bilanz aus? Was haben wir gemacht? Und was hat es gebracht?

 

  • In der ersten Woche der Verhandlungen haben wir im Namen des Vorstandes von GYBN einen offenen Brief an Martin Schulz, den Präsidenten des EU Parlamentes geschrieben. Wir haben ihn gebeten, im Hinblick auf die Neubesetzung der EU Kommission Einfluss zu nehmen. Ebenso wie die Green 10, die zehn großen Umweltverbände Europas, sorgen wir uns um die wichtige Vorreiterrolle Europas in der Umweltpolitik, die auch in den Verhandlungen zur CBD starkes Gewicht haben. Der Brief kann hier gelesen werden.

 

  • Viel Spaß hat uns die “Speaking for Species”-Kampagne gemacht. Die Delegierten, also die Vertreter der verschiedenen Staaten, konnten sich einen Anstecker mit dem Bild einer Art aussuchen und ihn während der Verhandlungen tragen. Verschiedene Tiere, Pflanzen und Pilze waren darauf abgebildet. Auf diese Weise sollten sie daran erinnert werden, dass diese Lebewesen zwar keine Stimme haben, aber das in Pyeongchang auch über ihr Schicksal entschieden wird. Wir haben Videos mit Botschaften der Delegierten gemacht auf denen sie erklären, warum sie sich für eine bestimmte Art entschieden haben.

 

  • Einen großen Teil unserer Arbeit hat Öffentlichkeitsarbeit eingenommen: Wir haben fleißig gebloggt und auch auf den Seiten von WWF Jugend, BUNDjugend und der Landjugend finden sich Beiträge. Jetzt, da die Verhandlungen vorüber sind, finden wir auch Zeit, uns mit den Lokalzeitungen unserer Heimatstädte in Verbindung zu setzen, damit unsere Ideen in alle Welt getragen werden. Im Westfälischen Anzeiger, dem Schwarzwälder Boten und in der Lüneburger Zeitung sind bereits Artikel erschienen.

 

  • Im Rahmen von GYBN haben wir mehrere Interventions gegeben - in der Fachsprache heißt das, dass wir während der Verhandlungen als Beobachtergruppe das Wort ergriffen haben. Vorher haben wir gemeinsam mit anderen aus dem Netzwerk den Text geschrieben. Das ist ein sehr spannender Moment, weil man nur etwa zwei Minuten Zeit hat und man während der Verhandlungen nur selten die Gelegenheit hat, dranzukommen. In Pyeongchang haben wir uns zu mariner Biodiversität, Jugendbeteiligung und anderen Themen geäußert.


Neben all diesen Aktionen haben wir viele Kontakte geknüpft zu Wissenschaftlern, Leuten aus der Verwaltung, Delegierten und haben neue Freunde aus aller Welt gewonnen. Für uns ist klar: Wir wollen weiter in Kontakt bleiben, neue Aktionen anstoßen und uns bald einmal wiedersehen - vielleicht auf den nächsten Verhandlungen in Mexiko? Bis dahin geht es in Deutschland weiter: Die deutsche Jugenddelegation für Biodiversiät der NAJU wird sich im kommenden Jahr für das Thema stark machen. Und im Sommer startet die Bewerbungsphase für den nächsten Durchgang. Auch du kannst dabei sein!

 

Text: Eva Ressel

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Mi

15

Okt

2014

Endspielzeit

Alex. Marco und Svana mit NABU-Präsident Olaf Tschimpke
Alex. Marco und Svana mit NABU-Präsident Olaf Tschimpke

Die Gespräche auf den Fluren werden lauter, man findet keine Plätze, erst recht keine freie Steckdose mehr, und die Stimmung vibriert vor Anspannung - das „High Level Segment“ hat begonnen! Nur für diese Tage reisen Minister und Staatssekretäre aus ihren Ländern an, denn nun werden hinter verschlossenen Türen die Beschlüsse gefasst. Nur noch wenige Beobachter haben Zugang zu den Räumen. Hier kann man die Geschehnisse im Livestream verfolgen.

 

Dennoch nehmen sich die Parlamentarische Staatssekretärin Frau Schwarzelühr-Sutter gemeinsam mit Frau Nickel und anderen Mitgliedern der deutschen Delegation, wie der Parlamentsabgeordnete Carsten Träger  Zeit für uns. Nach der Vorstellung der deutschen Jugenddelegation und des Global Biodiversity Network suchen sie sich einen Button der „Speaking for Spiecies“ Kampagne aus.

Und GYBN wird die Ehre zu Teil, während der Eröffnung des High Level Segment einen Input zur Sicht der Jugend auf den bisherigen Prozess zu geben. Alle verfolgen in einem Café die Liveübertragung, denn nur Christian und Melina dürfen zugegen sein. Wir sind alle sehr stolz!

 

Natürlich haben viel zu tun, auch wenn uns Türen ab jetzt verschlossen bleiben. Gemeinsam mit Mitgliedern der CBD Alliance, dem weltweiten Zusammenschluss von Organisationen, die sich für Biodiversität einsetzen, planen wir die Pressekonferenz zum Dodo Award. Flyer werden angefertigt und verteilt und auch das Kostüm muss fertiggestellt werden. Ein anderes Highlight des Tages ist das Side Event zu Jugend und mariner Biodiversität, dass Svana, Alex und Marco zusammen mit KolegInnen aus der japanischen Jugenddelegation in zwei Tagen auf die Beine gestellt haben. Zu dieser Gelegenheit schaute auch noch Olaf Tshimpke, der Präsident des NABU, herein um uns alles Gute zu wünschen. Was für ein gelungener Endspielauftakt!

 

Text: Eva Ressel

Christian und Melina sprechen für GYBN während der Eröffnung des High Level Segment
Christian und Melina sprechen für GYBN während der Eröffnung des High Level Segment
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Di

14

Okt

2014

Es sind Piraten auf der COP!

Verleihung des Captain Hook Awards zur Biopiraterie
Verleihung des Captain Hook Awards zur Biopiraterie

Nach einem Treffen mit der CBD-Alliance, also der NGO-Vereinigung, zur Besprechung aller Themen, die aktuell anstehen, verfolgen die meisten von uns die Verhandlungen zum Thema Marine Biodiversität. Diesmal geht es hauptsächlich um die Prävention von Unterwasserlärm und den Schutz von Korallenriffen, wobei besonders die Philippinen und Malaysia sich im Bereich Capacity Building hervortun, um einen starken, aussagekräftigen Verhandlungsbeschluss zu bewirken.

Lange können wir allerdings nicht bleiben, schließlich steht noch die Vorbereitung unseres Side Events zum Thema „Jugendpartizipation im Schutz der Ozeane“ an.

Die Vorbereitungen werden kurzzeitig von der Verleihung des „Captain Hook Awards“ unterbrochen. Hierbei vergeben NGO-Vertreter in feschen Piratenkostümen Preise für die besten Beiträge zur Biopiraterie! Um Biopiraterie handelt es sich, wenn Staaten oder diverse Institutionen biologische Materialien, wie beispielsweise genetische Ressourcen, kommerziell nutzen, vermarkten und den Profit nicht mit den Völkern oder Ländern teilen, die diese Materialien, oder deren Funktionen entdeckt und erforscht haben.

 

Insgesamt gibt es drei Preise zu vergeben:

  •  Monsanto-Wannabe Award für Firmen, die die Lebensgrundlage von Farmern zerstören: Der Preis geht an Evolva inc (Schweiz), welche mithilfe von Bakterien, also auf Basis sogenannter synthetischer Biologie, Vanille produzieren und diese als „natürlich“ labeln.
  • Wild ‘n’ Wacky Biohacky Award für sehr ausgefallene synthetische Biologie: Der Preis geht an die „Glowing Plants” Company (USA), ein Zusammenschluss dreier Biohacker, die Pflanzen zum lumineszieren gebracht haben und diese ohne Regulierung als Lichtquelle ohne Stromverbrauch vermarkten.
  • Pirates Cove Award für Staaten, die Syn-Bio-Freibeutern Deckung geben: Der Preis geht an Kanada und UK.

 Am Nachmittag gibt es ein weiteres Treffen zwischen den auf der COP vertretenen NGOs und der EU. Ein Hauptthema ist die Finanzierung des Biodiversitätsschutzes, wofür die NGOs fordern, dass es mehr domestic funding geben und die Ausgaben transparenter gemacht werden sollen. Vertreter der EU meinen, dass sie die 2012 beschlossene Verdopplung der Mittel bis 2015 umsetzen werden und somit bereits Vorreiter in den Finanzierungsfragen sind. Auch zum Thema synthetische Biologie stellen sie sich positiv dar und betonen, dass sie, auch wenn die Verhandlungen zu den Sicherheitsregulierungen nur langsam voran gehen, gerade an einer Rahmenvereinbarung innerhalb der Mitgliedsstaaten arbeiten.


Bezüglich des Themas invasive Arten zeigt sich die Europäische Union nicht allzu konstruktiv, besonders wenn es um die Handhabung mit Aquarien-, Terrarien- und anderen Haustierarten geht. Ein Argument, warum es so schwer fällt einen gemeinsamen Standpunkt zu diesem Thema zu haben, ist natürlich der ökonomische Aspekt dieser Tierarten. Nach diesem Treffen geht es gleich weiter mit einem Meeting der NGOs mit der frisch angereisten deutschen Staatssekretärin. Dort werden sehr ähnliche Themen wie auch bei der EU angesprochen und auch die Entgegnungen sind vergleichbar.


Der Tag endet mit einem gemeinsamen GYBN-Treffen zur allgemeinen Lagebesprechung des High Level Segments, bei dem es von nun an (trotz frischer Außentemperaturen) heiß hergeht. Schließlich sind für die letzten Verhandlungstage sogar einige Minister angereist und es fällt auf, dass sich die Negotiationen bis in die Nacht hinziehen.

 

Text: Svana Rogalla

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Mo

13

Okt

2014

Von Planungen und großen Überraschungen

Helene und Marco im Plenum
Helene und Marco im Plenum

An diesem Montagmorgen machten uns die Ausläufer des Taifuns Wongfong zu schaffen. Es stürmte und regnete kräftig, und in unserer Zeltstadt wurde es ganz schön ungemütlich. Uns "Voice for Biodiv" konnte das aber nicht abhalten, pünktlich beim GYBN-Meeting zu sitzen und die neusten Entwicklungen zu besprechen. Heute sind in der ECO die ersten Nominierungen für den Dodo-Award zur "Auszeichung" der schlimmsten Delegationen hier auf der COP erschienen. Die Kandidaten führen mit ihren Vorschlägen, ihrer Kompromisslosigkeit und ständigen Störungen zur Verzögerung oder Schwächung der Ergebnisse der Verhandlung. Das muss die Welt erfahren! Kanada, Brasilien, Australien und Neuseeland behindern ein internationales, transparentes Regulierungsrahmenwerk für synthetische Biologie, d.h. neu entwickelte künstliche Organismen könnten völlig ohne Regeln aus den Laboren in die Ökosysteme entlassen werden und die Biodiversität dort zerstören.
Insbesondere ist auch das Vereinigte Königreich nominiert, da es in der EU-Delegation das Handeln der Gemeinschaft zu synthetischer Biologie blockiert, da es sich von der Unreguliertheit weiteres Wirtschaftswachstum verspricht. Die dritte Nominierung geht an die EU. Sie hat quasi in einem Nebensatz erklärt, dass sie die UN-Deklaration über die Rechte der Indigenen Völker nicht anerkennt - auch das ist einen Dodo wert. Wir werden zusammen mit der CBD-Alliance auch weiter wachsam sein und unsere Nominierungen in den nächsten Tagen fortsetzen.

Im GYBN-Treffen diskutieren wir außerdem weiterhin, ob eine Verleihung der Busy Bee zeitlich und sachlich möglich ist, da uns von Muttersprachlern gesagt wurde, dass das eigentlich keine sonderlich angesehene Bezeichung ist, denn sie steht für kreativlose Abarbeiter. Dann brach quasi über uns die Nachricht herein, dass wir ein weiteres Side-Event geben könnten, da die GYBN-Mitglieder aus SriLanka nicht anreisen können und daher ihre Side-event-Zeit frei wird. Vielleicht können wir ja etwas über die Rolle Jugendlicher im Meeresschutz erzählen? Wir vereinbarten ein Treffen mit Tim Packeiser vom WWF, der uns darin unterstützen möchte, und brainstormten im Laufe des Tages immer wieder. Am Abend dann stand unser Konzept. Ein ganz wichtiger Teil: Was möchtet ihr zuhause den Delegierten auf der COP sagen? Was denkt ihr über den Schutz der Meere?  Wir brauchen eure Ideen! http://piratepad.net/Ei3aaApPBL

Im Plenum passierte heute wenig Kontroverses, denn alle waren damit beschäftigt, das Inkrafttreten des Nagoya-Protokolls zu feiern. Erst am Nachmittag änderte sich dies. Überraschend und plötzlich wurden die Verhandlungen der COP zur Marinen Biodiversität wieder aufgenommen und ein sogenanntes Conference Room Paper verhandelt. Auch da gab es wenig Einwände - lag es daran, dass all die Spezialisten gar nicht zur Stelle waren? So mussten halt andere Vertreter ran - und es ging erstaunlich schnell vorwärts.

Bei den Side-events verfolgten wir heute eine Vorstellung verschiedener wissenschaftlicher Projekte in ländlichen Gebieten Asiens. So lernten wir z.B. die nachhaltige Gewinnung von Kautschuk aus Gummibäumen in Vietnam kennen. Immer wieder beeindruckend, mit welchen ausgefallenen Fragen man hier in Kontakt kommt!

Zum Abschluss des Abends besuchten manche von uns weitere Contact groups, während Eva und Alex sich noch mit den anderen deutschen NGOs trafen. Bei einem gemütlichen Abendessen mit dem NABU-Präsidenten Olaf Tschimpke und BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger wurden Ideen für das Treffen mit der deutschen und europäischen Delegation gesammelt. Dann ging es nach einem wie immer von unvorhersehbaren Ereignissen geprägten Tag erschöpft heim ins Hotel.


Text: Alexander Hoffmann

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Sa

11

Okt

2014

Endlich Wochenende

Am Wochenende fanden keine Verhandlungen statt, und deswegen haben wir die freie Zeit genutzt, um ein wenig die Gegend zu erkunden. Zum Glück wurden dafür extra Touren angeboten. Am Samstag haben Svana, Anne und Alex am „Traditional Market and Railbike“ teilgenommen, während sich Eva, Marco und Helene fürs „Forest Trekking“ mit abschließender Teezeremonie entschieden. Anais wählte als einzige von uns ein Mehrtagesprogramm im Süden Koreas. Dorthin ist eine Gruppe von Birdlife gefahren, um mit ein wenig Glück einen besonderen Vogel zu beobachten: den Löffelstrandläufer.

 

Hier berichtet Alex von seinen Erlebnissen am Samstag:

"Am Samstag machten sich Svana, Anne und ich uns auf zu einer Tour in die von Bergen eingerahmte Stadt Jeongseon.  Dort erkundeten wir erst einmal ein Freilichtmuseum mit lauter alten kleinen koreanischen Häusern. Dann streiften wir über einen typischen koreanischen Kleinstadtmarkt und probierten uns durch exotischen Tee, frittierte Haddoks (Berliner) und Oktopusarme. Nach einem koreanischen Mittagessen (Bibimbab) wagten wir uns auf einen Skywalk. Nur mit transparentem Glas unter den Füßen konnten wir den Ausblick über eine schöne Flussschlinge des Joyanggang in schwindelerregender Höhe mit einem besonderen Kick genießen. Schließlich fuhren wir noch etwas weiter in die Berge und schlängelten uns auf Fahrraddraisinen auf einer stillgelegten Bahnstrecke durch Tunnel und über Brücken am selben Fluss entlang. Dabei konnten wir den vielen Kleinbauern bei der Reis- und Kohlernte zusehen. Dieser Ausflug war eine wunderbare Abwechslung zum COP-Programm."

… und hier Eva von ihren Erfahrungen am Samstag:

"Angesprochen auf die momentane Position der EU in den Verhandlungen erklärt mir die schwedische Delegationsteilnehmerin, mit der ich eine Tour am Wochenende besuche, die komplizierten Vorgänge der letzten Woche. Währenddessen folgen wir zusammen mit 20 anderen Teilnehmern dem Verlauf des Strandes, vorbei an einer Militärbasis und Bunkern. "Eine gemeinsame Position zu finden ist schwer", erklärt sie mir, während wir versuchen, mit unseren Reiseleitern Schritt zu halten. "Oft blockieren die Regierungen verschiedener Länder einander gegenseitig und wir kommen ohne klare Positionen zu den Verhandlungen. Das ist eine Herausforderung für alle." Da sind der Waldspaziergang, die Meeresbriese und die Teezeremonie eine willkommende Abwechslung."


Hier erzäht Anne von ihren Erlebnissen:                                                                                      

"Alex, Svana und ich entschieden und am Sonntag für einen Ausflug zum UNESCO Weltkulturerbe „die Joseon Königsgräber“. Glück für uns, denn an diesem Tag fand auch die „Beerdigung des Königs statt“. Die Zeremonie beginnt mit dem „Trauerzug“ durch die ganze Stadt bis zu den Gräbern und zeigt dann vor Ort noch die Bestattungszeremonie zeigt. Ein Ereignis, das nur einmal im Jahr stattfindet! Nach dem traditionellen koreanischen Mittagessen sind wir noch zu einem Aussichtspunkt gefahren, von dem man auf eine Flussbiegung schaut die in der Mitte eine Halbinsel  in der Form der koreanischen Halbinsel hat. Zum Abschluss informierten wir uns noch über die heimischen Fische im Fluss Donggang."


Hier informiert Helene:                                                                                                                 

"Nach einer langen Busfahrt durch die koreansiche Provinz und einem einstündigem Aufenthalt Mitten im Nirgendwo schafften wir es endlich nach Herb Nara, einem botanischen Kräutergarten im europäischen Stil. Über uns strahendblauer Himmel, im Hintergrund leuchten die Buchenwälder in den prächtigsten Farben und ein breiter Fluss schlängelt sich durchs tiefe Tal. Vor uns eine Büste William Shakespeare's, samt originalgetreuem Nachbau seines Wohnhauses in Stratford-upon-Avon. Dazwischen wasserspeiende Löwen, am Beckenrand thronen ins Wasser pinkelnde Trompeter aus Mamor und dazwischen Engelchen, die die großen Föntanen bewachen und mit ihrem Hafenspiel entzücken. Dazu weht uns ein würziger Duft aus Lavendel, Rosmarin und Rosen in die Nase... Der botanical zoo trägt ebenfalls zu unserer Verwunderung bei. Dahinter verbirgt sich aber lediglich eine Ansammlung verschiedener Pflanzen, in der sich Tiernamen in ihrer Bezeichung finden. Ebenso verrückt ist der Türkische Salon, welcher sich ebenfalls auf dem Gelände befindet. Dort finden sich allerlei Kunst- und Alltagsgegenstände, die es zu bestaunen gilt. Was es in Korea nicht alles zu lernen gibt!"


Natürlich darf nicht fehlen, wie es Anais auf ihrer Vogeltour ergangen ist:                    

"Ich war auf der zweitägigen Seocheon Exkursion zum Birdwatching. Wir haben zwar leider keinen Löffelstrandläufer zu sehen bekommen, aber dafür ganz viele andere Vogelarten.

Insgesamt haben wir alle ein wunderbares Wochenende verlebt und haben neue Krat und Enerige für die nun kommende Woche tanken können."

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Fr

10

Okt

2014

We're just getting started!

Die Jugenddelegierten treffen CBD-Exekutuv-Sekretär Braulio Dias (Mitte)
Die Jugenddelegierten treffen CBD-Exekutuv-Sekretär Braulio Dias (Mitte)
Ich wache auf. Mein Wecker klingelt. Ich ziehe mir etwas an und betrachte skeptish mein Spiegelbild. Wir haben heute ein Treffen mit Braulio Dias, dem CBD Exekutiv-Sekretär. Überlegungen, wie: „Was ziehe ich an, geht das so?“ und Fragen wie, was für Möglichkeiten Dias wohl für uns sieht, schwirren mir durch den Kopf.

Jetzt aber schnell, denn vorher findet das tägliche GYBN-Treffen statt, um uns abzusprechen, was den Tagesablauf und die nächste Woche betrifft und um das Treffen mit Dias vorzubereiten. Kurz darauf erzählt uns Dias von den Zuständigkeitsbereichen des Sekretariats. Eine Zwischenbilanz der Umsetzung beschlossener Maßnahmen einzuschätzen und zu bewerten würden einen erheblichen Anteil ausmachen. In dem Global Biodiversity Outlook 4 (GBO4) wird aufgeführt, was die Staaten seit 2010 für den Schutz der Vielfalt von Arten und Ökosystemen unternommen haben. Es werden die bisherigen Anstrengungen der Staaten annerkannt, aber es sei deutlich, dass sie nicht ausreichen, um die Aichi Targets zu erreichen und gesteigert werden müssen. Er betont, dass es maßgeblich sei, dass Biodiversität und nachhaltige Entwicklung aneinander gekoppelt werden müssen. Außerdem müsse die Gesellschaft stärker mobilisiert werden. Ein gesellschaftliches Umdenken sei dringend erforderlich. Darauf hin geht er auf die Einflussmöglichkeiten der Jugendlichen ein und hebt hervor, wie wichtig es ist, dass wir in den Entscheidungsprozess beteiligt sind – denn es ist unsere Zukunft.

Im Anschluss stehen Working Groups (WG) auf dem Plan. WG1 setzt sich unter anderem mit der Midterm-review auseinander, während in WG2  der ganze Vormittag dafür drauf geht über einen Paragraphen (Artikel 8j ) zu entscheiden. Danach gehen einige von uns auf ein Side Event über Marine Debris (also Plastik im Meer). Es gab eine kurze Einführung in die Problematik und es folgt u.a. ein Bericht vom  WWF über eine Tauchaktion, bei der sog. Geisternetze aus dem Meer geborgen wurden. Tim Packeiser, Fachexperte für Meeresbiodiversität vom WWF, ist auch vor Ort und tauscht sich nach dem Event mit uns aus. Die Meisten von uns interessieren sich v.a. für Meeres- und Küstenbiodiversität und da ist die Freude groß als wir hören, dass er uns gerne unterstützen möchte und ihm unsere Intervention zu Meeresbiodiversität gefallen hat. Wir wollen uns in Kürze treffen, um das Gespräch fortzuführen.

Apropos Treffen: Nach dem spannendem Side Event treffen wir uns mit dem Steering Commitee von GYBN. Wir besprechen, wie es weiter geht – auch nach der COP und sind uns einig, dass Kommunikation das A und O ist. Wir wollen den Kontakt unbedingt beibehalten und nach der Konferenz mit den Vorbereitungen für die CBD COP 13 in Mexiko beginnen. Aber noch sind wir in Korea und hier gibt es auch noch einiges zu tun. Es geht direkt zum nächsten Treffen. Die deutsche Delegation tauscht sich mit deutschen NGOs, über einzelne Themen und Strategien, aus.
Letzter Punkt auf meiner persönlichen Tagesordnung: ein gemeinsames Side Event von GYBN und Diversitas.  Über GBO4 und wie sich Jugendliche für den Schutz der Biodiversität einsetzen. Ein wesentlicher Aspekt sei der, dass wir andere Jugendliche leichter erreichen können und die Message des GBO4 besser vermitteln können. Von Jugend für Jugend. Manche von uns geben einen Einblick in eigene Projekte. Auf die Frage, ob wir es nicht langsam leid seien, heißt es: „No, we're just getting started!“

 

Text: Anais Sloman

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Do

09

Okt

2014

Kontaktgruppen und Interventionen

Nachdem es gestern auf der COP das erste Mal um synthetische Biologie ging und es absehbar wurde, dass man im Plenum keine Einigung erzielen würde, besuchte ich abends noch die „contact group“ zu diesem Thema. Eine solche Gruppe bildet sich immer dann, wenn zu einem Thema in der Vollversammlung keine Einigung erreicht wird, weil die Einwände zu weit auseinander gehen. In einer contact group treffen sich dann nur die Experten der Länder zu dem jeweiligen Thema in einem separaten Raum. Auch wenn die weitere Arbeit dann im kleineren Kreis passiert, sind da immer noch ungefähr 70 Leute dabei. Es wird dann an der Formulierung des zu verabschiedenden Themas gearbeitet. Absatz für Absatz, Zeile für Zeile. Eine sehr zähe Angelegenheit.


Nachdem verschiedene Länder ihre Veränderungen oder sogar neue Versionen vorgebracht hatten und die Hoffnung, dass es doch zu einer Einigung kommen könnte, nicht mehr ganz abwegig war, machte Bolivien einen Änderungsvorschlag, mit dem sich die Länder des globalen Südens von denen im globalen Norden komplett unterschieden. Damit war dann abzusehen, dass man wohl zu keiner Einigung mehr kommen würde, worauf der Chair entschied, das Treffen auf heute Morgen, 8 Uhr zu verlegen. Dann allerdings im richtig kleinen Kreis, 7 Länder und keine NGOs.


Unser erster Programmpunkt war wie immer das GYBN-Treffen bei dem wir den bevorstehenden Tag besprechen und mögliche Interventions zusammen durchgehen. Nachdem einige von uns noch das darauffolgende CBD-Alliance Treffen besuchten, splitteten wir uns wieder auf, da jeder andere Interessenschwerpunkte hat. Zur Mittagszeit standen dann wieder side-events an. Die Auswahl ist immer schwierig, da vielseitige Themen behandelt werden. Neben den side-events gibt es auch noch eine Auswahl an kulturellen Programmpunkten wie z.B. Konzert mit klassischen koreanischen Instrumenten. Svana und ich entscheiden uns dennoch für ein side-event das sich mit Küstenschütz durch z.B. Korallenriffe beschäftigt. Es war spannend zu sehen, wie unterschiedlich die Länder, wie die Malediven damit umgehen.


Am Nachmittag folgte dann ein Highlight auf das nächste. Gleich nach der Mittagspause hatten wir von GYBN die nächste Möglichkeit eine Intervention zu halten, diesmal zum Thema „Stakeholder Engagement“. Kurz darauf starteten wir mit der „speaking for“ Kampagne von GYBN. Wir waren unterwegs um Verhandler, die das Mandat eines Landes haben, dazu zu bewegen, einen Button von uns zu tragen, auf dem verschiedene Tiere/Pflanzen abgebildet waren, für das sie dann symbolisch reden. Diese Aktion ist gut angelaufen und wird die nächsten Tage fortgesetzt, es gibt schließlich noch genug Verhandler, die ohne unterwegs sind! ;-)


Text: Anne-Kathrin Meister


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Mi

08

Okt

2014

Der Tag des „Roten Mondes“

Marco und Alexander kurz vor ihrer Rede
Marco und Alexander kurz vor ihrer Rede

Am Ende des Tages stehen wir am Eingang des Konferenzzentrums, lauschen den Klängen klassischer koreanischer Musik und betrachten das Spektakel des „Roten Mondes“. „Der beste Side Event bisher!“ lacht Svana während sie ein Foto nach dem anderen schießt. Das stimmt, wenn man so will, denn zwischen 18:18 und 22:32 Ortszeit können wir eine totale Mondfinsternis beobachten, die in Europa nicht sichtbar ist. Das ist der Abschluss eines gelungenen Tages.

 

Rechtzeitig zu Arbeitsbeginn in Europa haben wird den Offenen Brief des Global Biodiversity Network an den Präsident des Europäschen Parlaments, Martin Schulz, und die Fraktionsvorsitzenden verschickt – denn heute wird die neue Kommission bestätigt. Finden könnt ihr ihn hier. Wir hoffen, dass er den Ausschlag dafür gibt, dass das Europäische Parlament Einfluss nimmt und sich dafür einsetzt, dass die Europäische Union ein Vorreiter in Sachen Umweltpolitik bleibt!

 

Am Nachmittag finden wir uns alle ein um dem ersten offiziellen Side Event von GYBN zu folgen. VertreterInnen verschiedener Organisationen berichten über den Beitrag der Jugend zur Umsetzung der Aichi Ziele. Alex und Marco sind auch dabei und stellen ein Projekt der NAJU Baden-Württemberg vor. Wir sind stolz auf die Projekte in Indien, Indonesien und Korea, die zeigen, welche tollen ExpertInnen hier zusammenkommen. Während der Verhandlungen haben unsere Kolleg*innen eine Intervention zu Umwelt- und Naturschutz gehalten. Danach meinte die Leitung des Treffens es sei “always good and useful to listen to the youth" – der Meinung sind wir natürlich auch.

 

Beim GYBN-Treffen am Abend schleichen wir uns mit 20 Leuten in den Raum, in dem normalerweise eine Kontaktgruppe über Finanzen verhandelt, und gratulieren uns gegenseitig zu diesem Tag. Neben diesen Highlights scheint es fasst, als hätten das BirdLife-Treffen am Morgen und die Side Events mit leckeren Häppchen gestern stattgefunden.

 

Diese Highlights mischen sich in unser Schweigen beim Betrachten des Erdschattens, der sich langsam über den Mond schiebt, der in einem roten Schleier über uns leuchtet. Anne hat beschlossen, noch in den Verhandlungen zu bleiben, Marco und Helene schreiben fleißig, während Svana, Anais und ich uns auf den Heimweg machen, während die Finsternis den Trabanten wieder frei gibt. „Wir Erwachsenen sind nicht fähig, über unsere vielen Interessen hinwegzusehen“, sagt der nigerianische Delegierte, mit dem wir uns ein Taxi teilen. „Es ist gut, dass ihr hier seid.“

Der rote Mond über Pyeongchang
Der rote Mond über Pyeongchang
Letze Besprechung des Tages: Das Global Youth Biodiversity Network (GYBN)
Letze Besprechung des Tages: Das Global Youth Biodiversity Network (GYBN)
Helene mit Dr. Horst Korn vom Bundesamt für Naturschutz
Helene mit Dr. Horst Korn vom Bundesamt für Naturschutz
Anais, Charles (vom Sekretariat des Übereinkommens zu Biologischer Vielfalt), Helene, Dr. Horst Korn und Svana vor dem Verhandlungszelt
Anais, Charles (vom Sekretariat des Übereinkommens zu Biologischer Vielfalt), Helene, Dr. Horst Korn und Svana vor dem Verhandlungszelt

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Di

07

Okt

2014

Vom Meeresschutz und der EU

Voice for Biodiv
Svana setzt sich für den Meeresschutz ein

Der heutige Tag begann mit dem täglichen GYBN-Treffen um 8 Uhr morgens, bei noch sehr kühlen Temperaturen in einem der Verhandlungszelte. Dort wurde zunächst besprochen, wer welchen Verhandlungen folgt. Heute standen schließlich zwei sehr spannende Themen zur Debatte: Der Midterm Review, welcher den strategischen Plan zum Schutz der biologischen Vielfalt von 2010 bis 2020 evaluiert, und die Diskussion zur Einrichtung ökologisch wertvoller Meeresgebiete. Diese Gebiete wurden in regionalen Workshops ausgearbeitet und sollen, wenn denn einstimmig beschlossen, die Vorstufe von Meeresschutzgebieten sein.

 

Nach einer kurzen Abstimmung mit allen NGO-Vertretern auf der COP, geht es ans Eingemachte! Das Global Youth Biodiversity Netwerk will schließlich nicht nur den Verhandlungen beiwohnen - nein wir wollen auch unsere Stimme erheben und mitreden. Da uns das Thema Meeres- und Küstenbiodiversität besonders interessiert, verfassten wir dazu in einer Kleingruppe eine Intervention. In den Verhandlungen wird jedoch ganz schön viel geredet, schließlich möchte jeder Staat mindestens einmal ein Statement machen. Nachdem alle Staaten geredet haben, dürfen dann weitere Interessensvertreter, wie z.B. Indigene, NGOs oder die Jugend, ihre Meinung äußern. Da wir vor der Mittagspause leider nicht drangekommen sind, waren wir alle etwas enttäuscht.

 

Doch nach einem spannenden Side Event zu selbigem Thema, schafften wir es schließlich doch noch auf die Rednerliste: Als Jugendliche freuen wir uns über die Einrichtung ökologisch wertvoller Meeresgebiete und hoffen auf einen sofortigen Beschluss derselbigen. Dennoch geben wir zu bedenken, dass die Anerkennung der Schutzwürdigkeit noch nicht genug ist. Es muss noch weitergehen und richtige Meeresschutzgebiete müssen eingerichtet werden. Für solche Gebiete fordern wir strikte Regulationen, wie der Ausschluss von Fischerei und Aquakulturen sowie von technischen Einrichtungen, die Unterwasserlärm verursachen.

 

Am Nachmittag nahmen wir an einem Treffen von NGOs und EU-Delegierten teil. Dabei wurden verschiedene COP-relevante Themen angesprochen, unter anderem die Finanzierung von Biodiversitätsschutz, der Midterm Review, die Verbindung vom Schutz Biologischer Vielfalt und der Erreichung nachhaltiger Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) sowie Landwirtschaft und synthetische Biologie. Die EU stellt sich in allen Bereichen als treibende Kraft dar, äußert sich jedoch auf Kritiken bezüglich der Agrarreform und der Vergabe von schädlichen Subventionen nicht wirklich. Wie treibend die EU also wirklich ist, werden wir während der Verhandlungen noch kritisch beobachten!

 

Den Abend ließen wir nach dem erfolgreichen Tag (-immerhin schon die zweite Intervention in zwei Tagen!-) ganz gemütlich ausklingen.


Text: Svana Rogalla

Meeting um 8 Uhr bei eisigen Temperaturen
Meeting um 8 Uhr bei eisigen Temperaturen
Side Event
Side Event
Svana interveniert für den Meeresschutz
Svana interveniert für den Meeresschutz

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Mo

06

Okt

2014

Und die Spiele sind eröffnet!

Voice for Biodiv
Eröffnungsfeier der Konferenz mit vollem Trommeleinsatz.

Nach dem gestrigen Auftakt mit einem ersten lehrreichen GYBN-Treffen war es heute soweit:  Die COP wurde offiziell eröffnet.  Doch zunächst arbeiteten wir schon frühmorgens in GYBN an einer Rede, die wir als "Intervention" in der Eröffnungssitzung halten wollten. Kaum war sie fertig, gingen wir in die große Konferenzzelthalle, wo die Welt im wahrsten Sinne des Wortes zusammengetrommelt wurde für die Biodiversität.

Eine eindurcksvolle und zugleich traditionelle koreanische Trommelshow machte den Auftakt. Dann übergab Indien die COP-Präsidentschaft an den Umweltminister von Korea. Er übernahm den Vorsitz und eröffnete die COP 12. Allerhand VIPs und Politiker begrüßten die Teilnehmer mit wohlfeilen Worten. Der Gouverneuer der Provinz Gangwon betonte die Symbolik unseres Meetingortes, denn Pyeongchang in der Provinz Gangwon bedeutet soviel wie "Frieden und Wohlstand" am "Ursprung der Flüsse". In diesem Geist will er in dreieinhalb Jahren auch die Olympischen Winterspiele hier feiern.


Achim Steiner, der UNEP-Exekutivdirektor, verwies auf den ursprünglichen Geist der Konvention. Er betonte die Fortschritte durch GBO4 und besonders die Bedeutung von Meeresschutzgebieten, um die Reichhaltigkeit unseres Planeten zu sichern. Und auch Braulio Diaz als CBD-Exekutivsekretär hofft für diese COP v.a. auf Fortschritte bei Meeresschtuzgebieten, denn eine Liste von solchen EBSAs ist bereit, angenommen zu werden. Außerdem lobte er Südkorea dafür, dass es seine Waldfläche seit 1970 verelffacht hat. Dann stellte er den schon lange erwarteten (und gut mit Bildern und Statistiken illustrierten) Global Biodiversity Outlook 4 vor. Jetzt hielten wir erstmals diesen druckfirschen GBO4-Report in Händen, der vorstellt, in welchen Feldern wir auf einem guten Weg sind im Biodiversitätsschutz und wo noch viel Handlungsbedarf besteht.

Dann ging es gleich in die erste Plenumsrunde. Alle Nationen (Parties) trugen ihre Position vor, Erwartungen und Einschätzungen. Die EU verwies z.B. auf die Verbindung zu den anderen Konventionen, die gestärkt werden soll. Nach vielen einschläfernden Statements kam dann im zweiten Anlauf unsere Chance, unsere GYBN-Intervention vorzutragen. Wir dankten unseren Fördern, unterstrichen die besondere Verantwortung der Veranstalter für die Einbindung der Jugend und aller Delegierten gegenüber den kommenden Generationen.

Dann, um die Mittagszeit,  gibt es immer eine Reihe von Side events, auf denen sich Organisationen, Regierungen und Vereine vorstellen können, heute z.B. über Bio-Reisanbau in Korea oder eine neue Website zur Anwendung der Ecosystem Services. Am Nachmittag konnten wir wieder etwas runterkommen. Da entdeckten wir den Poststand auf dem Konferenzgelände. Eine tolle Überraschung: Es gibt Sonderbriefmarken zur COP!

Am Abend haben wir dann ein Koordinationstreffen der deutschen NGOs besucht und beredet, wer welche Verhandlungen verfolgt. Dabei entstand die Idee, einen offenen Brief gegen die Besetzung der neuen EU-Kommission zu schreiben, denn es soll z.B. keinen eigenen Umweltkommissar mehr geben. Buuh!

Zum Abschluss des Tages hatten wir uns alle ganz herausgeputzt für die große Eröffnungsparty! Die Erwartungen waren hoch: Was Südkorea wohl auf die Bühne zaubern würde? Wir wurden ins offene Skisprungstadion gebracht, wo es leider sehr kalt wurde. Vielerlei feine Speisen vom Grill wurden uns geboten und eine feine Aufführung traditionellen koreanischen Tanzes mit ihren witzigen Hüten mit langen Bändern. Dann kam ein ganzes Sinfonieorchester auf die Bühne, das zusammen mit Opernsängern klassische Musik und Verdi-Arien vortrug. Sehr kurios, dies vor der Kulisse der Skisprungschanze und mitten in Asien! Wir feierten gemeinsam und stießen auf unseren ersten erfolgreichen Tag auf der COP an.

Text: Alexander Hoffmann


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So

05

Okt

2014

Let's get started

Nach intensiver Vorbereitung in Brodowin und auf Vilm und nach der langen Anreise nach Korea geht es heute endlich richtig los. Nach einem ausgiebigen Frühstück und der kürzesten Wartezeit auf ein Taxi aller Zeiten (leider fahren Sonntag früh keine Busse zum Konferenzzentrum) kamen wir mit ausreichend Zeit im Gepäck am Alpensia convention center an und haben uns registrieren lassen und dabei unsere Badges abgeholt, die uns Zutritt zum Konferenzgelände gewähren.

 

Auf eine kleinen Erkundungsrunde bei der wir auch schon die ersten aus der Vorbereitung bekannten Gesichter gesehen haben folgte der "Youth meeting room", wo es im Lauf des Vormittags eine Einführung für alle anwesenden Jugendlichen aus aller Welt gab und auch eine kleine "Icebreaker-Runde" durchgeführt wurde, damit wir uns schonmal ein bisschen kennenlernen konnten. Nach den ersten Vorträgen über GYBN und die CBD-Prozesse ging es dann zum Mittagessen, zu dem uns netterweise die koreanische Organisation KCBD eingeladen hat.

 

Nach dem Mittagessen ging es weiter mit einem konkreteren inhaltlichen Einblick in die Konferenz. Nachdem wir gehört hatten, was die wichtigsten Verhandlungspunkte sein werden, haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt, um uns inhaltlich mit einzelnen Punkten auseinanderzusetzen.

Schlag auf Schlag ging es weiter mit einem spannenden Vortrag von Christine von Weizsäcker, die als NGO-Vertreterin für die CBD Alliance vor Ort ist und über unsere Einflussmöglichkeiten während der COP gesprochen hat, bevor eine Podiumsdiskussion mit Horst Korn aus der deutschen Delegation, Malta Qwathekana von der Südafrikanischen Delegation und Chantal Robichaud vom CBD Sekretariat stattgefunden hat. Auch in dieser ging es um Erwartungen und Möglichkeiten für die COP aus Sicht der Delegierten und des Sekretariats.

 

Nach der Diskussion haben wir uns, wieder auf Einladung von KCBD, zum Bibimbap-Essen auf dem Weg in ein Restaurant in der Nähe gemacht. Auch auf Grund des nicht beheizten und immer kälter werdenden Zeltes haben wir den Rest der Sitzung, in welcher die nächsten Schritte, wie Verteilung von Interventions und Organisation von Side Events, besprochen wurden, abgehalten. Nach einem langen ersten Tag auf der COP ging es dann zurück ins Hotel.


Text: Marco Lutz


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Fr

03

Okt

2014

Ankommen in Korea

In Südkorea ist der dritte Oktober wie drüben in Deutschland Nationalfeiertag. Daher ein paar Infos über das Gastgeberland Südkorea. Für die ganz Wissbegierigen unter Euch zuerst eine handvoll Hintergrundinformationen: Im Norden der ostasiatischen Halbinsel Korea findet sich das diktatorisch regierte Nordkorea, im Süden die 99.392 km² große Industrienation Südkorea. Im Westen grenzt Südkorea an das Gelbe Meer, im Süden an das Ostchinesische  und im Osten an das Japanische Meer. Die koreanische Teilung ist eine Folge des Koreakriegs, welcher wiederum aus dem Kalten Krieg hervorging. Die 248 km lange demilitarisierte Zone (DMZ) ist absolutes Sperrgebiet, vermint und das Betreten ist strengstens verboten. Dadurch ist die DMZ ähnlich wie das Grüne Band ein wertvolles Stück Natur geworden. Soviel zu den harten Fakten...

 

Einen ersten persönlichen Eindruck konnte ich von diesem Land schon gewinnen, denn Alex, Svana und ich sind bereits seit einer guten Woche vor Ort, um vorab ein wenig koreanische Luft zu schnuppern. Die ersten Tage haben wir in der Hauptstadt Seoul verbracht. Seoul ist eine riesige und beeindruckende Metropole mit 9,8 Millionen Einwohner*innen. Überall kratzen Hochhäuser an den Wolken und es wuseln viele Smartphones, an denen scheinbar Menschen angewachsen sind, durch die verstopften Straßen. Die Hafenstadt Busan, in der wir ebenfalls ein paar Tage verbracht haben, konnte mit seinen traditionellen Märkten punkten: Zum Beispiel der berühmte Fischmarkt, wo alles, was im Wasser gedeiht(e) feil geboten wurde: Da gab es Algen und Tang, Schnecken und Muscheln, Oktopus und Aal-ähnliches, kleine Fische und große Fische. Getrocknet und roh, lebendig oder tot. Und dazu noch Gemüse, Rettich, Obst, Fleisch, heiße Suppe... Sogar Schweineohren hab ich entdecken können. Es gibt dort viel zu sehen, alles ist bunt und blinkt, und es gib viele fremde Gerüche und Eindrücke.

 

Gestern haben wir dann mit den Nachzügler*innen Marco, Anais, Anne und Eva den strahlenden Sonnenschein genutzt, um einen Ausflug zum Woljesonga-Tempel im Odaesan Nationalark  zu unternehmen. Auf dem Weg dorthin führten wir unsere “Nachkommen“ in die Vielfalt der leckeren (Fr)Essstände am Straßenrand ein: Zum Beispiel der koreanische Hot-Dog, ein platter Pfannkuchen, der mit roter Bohnenpaste oder Kürbiscreme oder, besonders lecker, mit einer Zimt-Nuss-Mischung gefüllt und anschließend frittiert wird. So gestärkt konnten wir die buddhistischen Tempel bestaunen – mehr auf den Fotos.

 

Am Abend wurde natürlich koreanisch gegessen. Es gab Reiskuchen in roter Soße und das Essen war nach meinem Geschmack genau richtig (also scharf) gewürzt, manch anderer musste deswegen eine Träne weinen. Außerdem gab es kleine Klöße in einer Art Ei-Gemüse Brühe und Bibimbap, Reis mit Gemüse und Algen und dazu den traditionellen Kimchi, also fermentierten Kohl. Später wurde uns Schweinhaut mit Zwiebeln serviert – naja. Zum Essen wurde Soju mit Bier gereicht und spät am Abend sind wir müde und glücklich nach Hause spaziert.

 

Text: Helene Heyer

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So

07

Sep

2014

Der Baum des Lebens

Heute haben wir besprochen wie wir uns bei dem Side Event von GYBN (Global Youth Biodiversity Network) auf der CBD COP 12 einbringen können und was dafür noch zu tun ist. Es geht dabei um das Global Biodiversity Outlook 4 (GBO4) und in dem Zusammenhang haben wir uns auch mit der Frage auseinander gesetzt, was unsere Forderungen und Erwartungen an die COP sind.  Dafür haben wir uns zunächst einmal intensiv mit den Ursachen für den Biodiversitätsverlust beschäftigt und uns überlegt, wie wir der breiten Masse die Tragweite der Biodiversität vermitteln können.


Das ganze kann man sich ganz gut vorstellen, wenn man einen Baum als Beispiel nimmt. Die Konferenz für Biologische Vielfalt umfasst so viele Themen, wie z.B. Marine und Küstenbiodiversität, was auch wieder in ein halbes Dutzend Unterthemen aufgeteilt ist, so dass man sie als kleine Äste eines Baumes betrachten kann. Oder anders gesagt: Wenn man sich beispielsweise mit Plastik im Meer beschäftigt, dann behandelt man  quasi ein Symptom des Biodiversitätsverlust. Das ist zwar auch wichtig, aber langfristig kann es erst funktionieren, wenn man sich überlegt, wie man die Ursachen verhindert und einen Lösungsansatz findet um Artenvielfalt zu schützen und zu erhalten. Schließlich ist biologische Vielfalt die Grundlage des Lebens, ganz egal ob im Wattenmeer, im Amazonas oder  auch vor der eigenen Haustür.


Wir haben uns außerdem noch Gedanken darüber macht, was unsere nächsten Schritte sind, bevor es für uns nach Südkorea geht. Einige von uns haben schon mit der lokalen bzw. ihrer eigenen Verbandspresse Kontakt aufgenommen und abgeklärt in welcher Art sie von der CBD COP 12 berichten werden. 


Anschließend war es leider schon an der Zeit die Insel zu verlassen und so machten wir uns alle auf den Weg -  erst mit der Fähre und dann mit dem Zug – Richtung Heimat.

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Sa

06

Sep

2014

Finale Vorbereitung

Es ist Freitagnachmittag und ein strahlend blauer Himmel, eine herrlich ruhige Ostsee und der für diesen Sommer seltene Sonnenschein läuten den Auftakt zum finalen Vorbereitungswochenende für die im Oktober stattfindende Biodiversitätskonvention in Pyoengchang, Südkorea, ein. Tagungsort ist die außergewöhnliche Naturschutzinsel Vilm bei Rügen.


Nachdem wir uns alle angemeldet und unsere Zimmer bezogen haben (einigen von uns war Fortuna hold, sie hatten die besondere Ehre, in den alten Gemächern von Walter Ulbricht und Erich Honecker zu nächtigen), machten wir uns auf zum Abendessen. Anschließend wurden wir von Horst Korn um die Insel geführt. Dabei konnten wir alte Bäume, einige Vögel und später den silbrig glitzernden Mond bewundern. Die Einzigartigkeit der Insel hat Horst gleich am Anfang unserer Führung hervorgehoben: Die Insel Vilm sei einer der wenigen Orte in Europa, wo Bäume noch an Altersschwäche sterben dürfen. Nach unserem Rundgang um die Insel endete der Abend bei fröhlichen Gesprächen und Wein und der Verabredung, sich wenig Stunden später (6 Uhr in der früh!) zum Sonnenaufgang zu treffen.


Und tatsächlich: Um 6:20 Uhr begann die Vorstellung. Unser Zentralstern zeigte sich erst schüchtern und leicht errötet, um uns dann stolz und klar die Schönheit Vilms und der Natur überhaupt zu präsentieren. Selbst die Wolken nahmen da Reißaus.


Nach dem morgendlichen Kaffee mit stärkendem Frühstück begann die erste Arbeitssession. Diese bestand daraus, dass wir uns gegenseitig in die von uns gewählten Schwerpunktthemen einführten, COP-Texte mit Horst durchgegangen sind und uns mögliche Positionen überlegt haben und wie [un-]realistisch bestimmte Forderungen sind. Unsere Themen sind nach wie vor marine Biodiversität, Biokraftstoffe, synthetische Energie und invasive Arten.


Die anschließende Mittagspause wurde zum Entspannen, Sich-Austauschen oder Im-Hafen-Baden genutzt. Nachmittags haben wir auf der Terrasse unter anderem unsere Reiselogistik besprochen. Außerdem haben wir fleißig Vorstellungstexte über uns geschrieben, für einen Artikel im „Spektrum Neo“. Besonders viel Spaß hat das Portraitfotoschießen und StatementVilm-en gemacht. Es hat sich herausgestellt, dass einige aus unserer Delegation durchaus eine Karriere als Model oder Nachrichtensprecher starten könnten...


Oder Stunden in der Vilmer Bücherkammer verbringen könnten, in der wahre Schätze lagern, voll mit Informationen über die COP CBD und Naturschutz.

Jetzt ist es Abend geworden, wir sind glücklich und zufrieden und freuen uns auf die kommende Zeit in Korea.

Mi

06

Aug

2014

Die Woche geht zu Ende

Heute Morgen ging alles etwas langsamer. Nach einer langen, klangvollen Nacht (Konzert für Akkordeon und Grillengesang mit Blick auf die [laktosefreie] Milchstraße) fanden auch die besten LangschläferInnen ihren Weg ans reichhaltig gedeckte Frühstücksbuffet. Fröhliche Wespen sorgten dafür, dass auch das letzte bisschen Schlaf vertrieben wurde und auch Evas flammende Intervention konnte die Wespen nicht dazu bewegen, uns in Ruhe frühstücken zu lassen. Alle waren etwas betrübt, dass diese tolle lehrreiche Woche schon zu Ende gehen sollte.

 

Bevor es das abschließende Mittagessen geben sollte, begann die Planung des weiteren Vorgehens: Es wurden Arbeitsaufträge erteilt, wie etwa die Recherche zu unseren Schwerpunktthemen. Jedes Gruppenmitglied hat sich im Lauf der Woche eines der Schwerpunktthemen der CBD ausgewählt, beispielsweise Unterwasserlärm, Müll im Meer oder Invasive Arten, und wird dieses bis zu unserem nächsten Treffen inhaltlich vorbereiten. Auch die Videoaufnahmen des Medientrainings wurden gemeinsam analysiert. Zum Schluss ging's an die Auswertungsrunde unserer Seminarwoche. Wohl wissend, dass uns nur wenige Wochen trennen, bis wir uns endlich auf Vilm wiedersehen, konnte einE jedeR von uns den Heimweg antreten.

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Di

05

Aug

2014

Annyeong haseyo

Rhan Gunderlach stellt Südkorea vor
Rhan Gunderlach stellt Südkorea vor

Zur Zeit liegt der Fokus natürlich auf der CBD COP in Südkorea aber auch danach wollen wir den Schutz der Artenvielfalt nicht aus den Augen verlieren. Für 2015 planen wir eine Deutschlandtour auf der wir auf die Bedeutsamkeit des Erhalts der biologischen Vielfalt aufmerksam machen wollen. Heute haben wir uns damit auseinander gesetzt wie wir das erreichen können.

 

Dann kam Konstantin Kreiser, er wird Birdlife International, den Dachverband vom NABU, auf der Konferenz repräsentieren. Er ist im internationalen Bereich vielseitig tätig und war unter anderem auch schon auf mehreren CBD Konferenzen, so dass wir von seinen Erfahrungen profitieren konnten und uns jetzt den Alltag auf der Konferenz besser vorstellen können.

 

Im Anschluss hatten wir ein Skype-Treffen mit dem Steering Komitee von GYBN. Wir haben uns über unseren bisherigen Ideen ausgetauscht und sind freuen uns schon auf die Gelegenheit sich in Südkorea besser kennen zu lernen.

 

Dannach haben wir Rhan Gunderlach getroffen, eine in Berlin lebende Koreanerin, die zwar in Seoul geboren, dann aber in Deutschland aufgewachsen ist. Da sie mit beiden Kulturen vertraut ist, konnte sie uns am besten erklären wie wir absolute Tabus vermeiden können. Sie hat uns alle Facetten der koreanischen Kultur näher gebracht und auch das Essen mit Stäbchen ist jetzt kein Problem mehr.

 

Danach wollten wir unser neu erlerntes Können natürlich auch anwenden und haben uns gemeinsam an der koreanischen Küche probiert. Das Ergebnis konnte sich durchaus schmecken lassen!

 

Da dieser Abend gleichzeitig auch der letzte war, haben wir es uns am Lagerfeuer bei hausgemachter Musik gemütlich gemacht. Unsere Seminarhausleiter können nämlich nicht nur gut kochen sondern auch richtig gut Akkordeon spielen!

 

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Mo

04

Aug

2014

Vom Lernen zur… Action!

Starke Stimmen für die Biologische Vielfalt
Starke Stimmen für die Biologische Vielfalt

Während der letzten drei Tage haben wir wie Schwämme Wissen aufgesogen: Strukturen, Abkürzungen, große Politik und Fakten. Heute Morgen kommen sie uns zugute während Jörg-Andreas Krüger, Fachbereichsleiter Biodiversität des WWF Deutschland, uns in die Feinheiten des Lobbyismus einweiht. Wi r sind uns einig, dass wir im Fall des Übereinkommens für Biologische Vielfalt eher wie Kofi Annan vorgehen sollten. Wir haben richtig gute Kontakte, die wir während der Verhandlungen nutzen können und sollten. Nach dem Mittagessen verabschieden wir uns von Horst Korn, der für uns inzwischen ein guter Freund geworden ist. „Wir sehen uns ja gleich auf dem Vilm!“, sagt er und gibt uns die Hand. Bereits im September findet das nächste Vorbereitungsseminar an der Ostseeküste statt. Dort werden wir sehen, wo das Bundesamt für Naturschutz arbeitet und an den letzten Vorbereitungen feilen.

 

Bereits während des Mittagessens stößt Jutta Sundermann zu uns. Die Mitbegründerin von attac Deutschland hat in den vergangenen Jahren zu Biopiraterie gearbeitet und war Anfang der 90er Jahre Bundessprecherin der NAJU. In nur vier Stunden absolvieren wir an diesem Nachmittag einen Crashkurs in Medienarbeit mit allem drum und dran: Pressemitteilungen, Interviewtraining und ein Medienkonzept. Die Arbeit mit der Presse ist für uns alle eine wirkliche Herausforderung, aber es stellt sich auch heraus, dass wir ein paar geborene Talente unter uns haben.

 

Nach diesem vollen Tag schauen wir uns „I am a cyborg but that’s ok“ an und freuen uns auf Korea. Wir haben viel gelernt an diesem Tag und ich ziehe die Bilanz, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir lernen uns weiter kennen und wachsen als Gruppe zusammen. Das spiegelt sich auch in unseren Zielen wieder: Wir sind uns einig, dass wir im Rahmen von GYBN (Link!) arbeiten wollen, dass Jugendbeteiligung gestärkt werden muss und wen wir treffen wollen. Die inhaltlichen Ziele sind im Moment noch etwas unklar, deshalb wünschen wir uns deine Kommentare und Ideen! Du kannst sie hier hinterlassen!

Grundlagen der Medienarbeit - Die Pressemitteilung
Grundlagen der Medienarbeit - Die Pressemitteilung
Lobbyismus-Training mit Jörg-Andreas Krüger vom WWF
Lobbyismus-Training mit Jörg-Andreas Krüger vom WWF

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So

03

Aug

2014

Stay connected!

Gemeinsam für Biodiversität: Anne, Helene, Marco, Horst Korn, Alex, Christian Schwarzer (hinten, v.l.n.r.),Eva, Anais und Svana (vorne, v.l.n.r)
Gemeinsam für Biodiversität: Anne, Helene, Marco, Horst Korn, Alex, Christian Schwarzer (hinten, v.l.n.r.),Eva, Anais und Svana (vorne, v.l.n.r)

Nach einem gemütlichen Frühstück draußen auf der Terrasse stiegen wir tiefer in das Verhandlungsgeschehen ein. Zunächst ging Christian Schwarzer in einer Präsentation auf die konkreten Themen der Biodiv-Konferenz in Südkorea ein. Die Hauptthemen der diesjährigen Konferenz sind:

  • Evaluierung des Strategischen Plans (2010-2020) zur Halbzeit
  • Die Verabschiedung des ABS-Protokolls (ein Protokoll, das den Zugang zu genetischen Ressourcen sowie deren Vorteilsausgleich reguliert, was besonders für indigene Völker und Entwicklungsländer von großer Bedeutung ist)
  • Ressourcenmobilisation (d.h. die Bereitstellung von Geldern)
  • Marine Biodiversität (Vielfalt der Meere)

Danach erklärte uns Horst Korn vom BfN wie man sich einen typischen Verhandlungsablauf auf der COP vorstellen kann. Als erfahrener COP-Deligierter konnte er uns außerdem viele Details, die hinter den Kulissen passieren, erläutern. Auch berichtete er über die zu überwindenden Hürden vom Textentwurf bis zum Beschluss.

 

Nach einem sehr leckeren Mittagessen (Wraps mit Rucola und Mango) und einem kurzen Sprung in den Badeweiher um die Ecke ging es auch schon weiter. Bevor Christian uns verlassen hat, berichtete er uns über die Aktivitäten und das Engagement vom Globalen Jugend-Biodiversitätsnetzwerk (GYBN). Anschließend klärte uns Horst Korn noch über die Ländergruppierungen und Interessensgruppen auf, die je nach Thema stark variieren können.

 

Zum Abschluss des Tages gingen wir in die Dorfkneipe, um die dortige Internetverbindung für das Skypegespräch mit Sudarsha aus Sri Lanka zu nutzen. Es stellte sich heraus, dass es viele Überschneidungen von Interessen gibt und beide Jugenddelegationen, sowohl die aus Sri Lanka als auch die deutsche, die Vielfalt der Meere als eines ihrer Schwerpunktthemen erachten. Die Verhandlungen zu diesem Thema werden wir vor Ort in Korea intensiv verfolgen und euch hier aktuell berichten - Stay connected!

Zielgerichtet: Anais und ihre Erwartungen an die Konferenz
Zielgerichtet: Anais und ihre Erwartungen an die Konferenz
Svana, Alex und Marco beim Skypen mit Umweltschützern aus Sri Lanka
Svana, Alex und Marco beim Skypen mit Umweltschützern aus Sri Lanka

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Sa

02

Aug

2014

So geht CBD

Dr. Horst Korn (Bundesamt für Naturschutz) im Gespräch mit Delegierten
Dr. Horst Korn (Bundesamt für Naturschutz) im Gespräch mit Delegierten

Der Duft von frischen Brötchen lockte heute Morgen all diejenigen aus dem Bett, die noch nicht den Sprung in den See geschafft hatten. Nachdem wir uns mit Müsli, Kaffee und Joghurt gestärkt haben, begann endlich der erste Seminartag. Christian Schwarzer erzählte uns von Erlebnissen der deutschen Jugenddelegation auf der letzten COP und ging in seiner Präsentation auf das Global Youth Biodiversity Network (GYBN) ein,welches auf der COP die Jugend vertritt.

 

Hungrig und voll neuer Informationen gingen wir in die wohlverdiente Mittagspause. Zum Mittagessen stieß Horst Korn zu uns. Dieser sollte wenig später am schwül-warmen Nachmittag eine detaillierte Einführung in den CBD-Prozess geben.Viel Input seinerseits und mindestens genausoviele Fragen unsererseits später, haben wir nach dem informativen Nachmittag einen etwas klareren Eindruck davon, wie eine COP vorbereitet wird, wie für einen Regierungsbeamten die COP abläuft, und auch einen ersten Eindruck davon, was uns in Korea erwarten könnte. Dabei wurden noch längst nicht alle Fragen zum CBD-Prozess geklärt: Viele unserer Fragen werden hoffentlich am Ende der Seminarwoche,geklärt sein.

 

Zum Beispiel wird es noch einen Schwerpunkt zu den Themen Lobby- und Pressearbeit geben. Gestärkt von viel geistiger Nahrung und einem leckeren Abendessen, gepaart mit guten Gesprächen, konnten wir zum – Gott sei Dank etwas kühleren - gemütlichen Teil des Tages übergehen. Nach einem beherzten Sprung in den Brodowiner See und einem gepflegten Bier in der Dorfkneipe „Schwarzer Adler“ (den Adler haben wir tatsächlich am Nachmittag beobachten können!) fand der Tag einen gelungenen Ausklang. Gute Nacht.

 

Christian Schwarzer berichtet über die COP in Indien 2012
Christian Schwarzer berichtet über die COP in Indien 2012
Svana und Alex bereiten ihren Bericht vor
Svana und Alex bereiten ihren Bericht vor

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Fr

01

Aug

2014

Voice for Biodiv -Gemeinsam für Biodiversität

Voice for Biodiv - das wollen wir, die Teilnehmer der Klausurwoche, werden. Wir werden darauf vorbereitet, uns an der UN-Konferenz zum Schutz der biologischen Vielfalt in Südkorea zu beteiligen.

 

Heute sind wir ganz früh morgens aufgebrochen, um uns auf den langen Weg ins Ökodorf Brodowin zu machen. In diesem beschaulich-idyllischem Dorf in der Uckermark lernen wir, Helene, Anne, Anais, Svana, Marco und Alex, einander kennen. Wir wohnen in einem schönen Ferienhaus nicht weit vom See. Nach einer ersten Vorstellungsrunde tauschen wir uns über unsere Motivationen und Hintergründe aus. Uns erwartet ein vielfältiges Programm von einer Einführung in die internationale Biodiversitätspolitik bis hin zum Medientraining sowie ein Vorgeschmack aufs koreanische Essen, das wir selbst kochen.

 

Für jetzt dürfen wir uns erst einmal zurücklehnen und Pasta mit getrockneten Tomaten und Basilikum genießen. Dem warmen Sommerabend lassen wir bei einem Spaziergang zum See mit Baden im Sonnenuntergang ausklingen. Soviel für heute, jetzt müssen wir erst einmal unsere Kräfte für morgen sammeln, denn morgen wollen wir mehr über die Struktur der CBD lernen.

 

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