Kino zu Hause

„Wir haben es satt!“-Filmwochen

Abstimmen und Filmpakete gewinnen! Foto: Amitkrsocial (pixabay)
Abstimmen und Filmpakete gewinnen! Foto: Amitkrsocial (pixabay)

Im Film „Super Size Me“ wagte der Regisseur Morgan Spurlock ein Expimeriment: 30 Tage lang aß er ausschließlich Fastfood-Produkte. Seine Gesundheit leidet enorm. Nur ein Jahr später kritisiert der Film „We feed the world“ die Massenproduktion und Lebensmittelverschwendung in Europa. So legen Hühner massenhaft Eier und Küken werden in Serie geschlachtet. Produzenten stellen tonnenweise Brot her und entsorgen es nur 48 Stunden später wieder. Beide Filme zeigen, welches Ausmaß heutige Ernährungsgewohnheiten und die Industrialisierung der Lebensmittelwirtschaft angenommen haben. Immer mehr Dokumentationen schauen auf die Lebensmittelproduktion und ihre Folgen. 

 


In den kommenden Wochen stellen wir dir im Rahmen von „Wir haben es satt" je fünf sehenswerte Filme zu einem Thema im Bereich Lebensmittel- und Agrarwirtschaft vor. Im Anschluss kannst du einen auswählen, den du gerne sehen würdest oder schon kennst und empfehlenswert findest. Unter allen Teilnehmenden verlosen wir drei Filmpakete, die aus den Gewinnerfilmen, Bio-Limo und Knabbereien für deinen nächsten Filmabend bestehen. Zusätzlich verlosen wir dreimal zwei Tickets für unser Jugendumweltfestival „Rock die Farm“. Die Gewinner*innen werden von uns ausgelost und schriftlich benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich und der Rechtsweg ausgeschlossen.

Wähle deinen Liebling aus und stimmt ab! Klick auf tedme.com und gib die Raumnummer 0754 ein!                                                                            

Hoffnung und Zukunft

21. Hope for All

Der Fleischkonsum hat sich in den letzten 50 Jahren verfünffacht. Das hat Folgen: Ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird an Masttiere verfüttert, während gleichzeitig 1,8 Milliarden Menschen hungern. Der Film „Hope for All“ zeigt, wie sich westliche Ernährungsgewohnheiten auswirken. Dafür stellt die Filmemacherin Nina Messinger auch die Interessen der Pharma- und Agrarindustrie den umfassenden Interessen aller Lebewesen auf dieser Erde und die Macht des eigenverantwortlichen Handelns der Konsument*innen gegenüber.

22. The Power of Community

Kuba wechselte in den 1990ern von einer großen Öl-intensiven zu kleineren Landwirtschaft, weniger energieintensivem Bio-Anbau und zu städtischen Gärten. Der Film „The Power of Community“ erzählt die Geschichten von Entbehrungen, Erfindungsreichtum und Triumph über unerwartete Not. Dabei zeigt der Film auch, wie alle die Herausforderung, den Energiebedarf zu verringern, erfolgreich angehen können.

23. The End of Meat

Der Filmemacher Marc Pierschel wagt in seinem Film „The End of Meat“ den Blick in eine Zukunft ohne Fleisch. Aber welche Auswirkungen hätte eine solche Zukunft auf die Umwelt, Tiere und die Menschen? „The End of Meat“ stellt Menschen und Projekte vor, die eine Antwort sein können. Der Film stellt Pionier*innen der veganen Bewegung in Deutschland vor, besucht die erste vegetarische Stadt in Indien, begegnet geretteten „Nutztieren“ in Freiheit und trifft auf Wissenschaftler*innen, die Fleischersatzprodukte erforschen, das den 600 Milliarden schweren, globalen Fleischmarkt revolutionieren soll.


24. Good Food Bad Food

Was haben französische Mikrobiolog*innen, die Millionen Wanderarbeiter*innen Brasiliens, Vandana Shivas experimentelle Bauernhöfe in Indien und die Landwirt*innen der weltgrößten Bioplantage in der Ukraine gemeinsam? Alle verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: die Verbesserung der Bodenqualität und die Wiederherstellung der Saatenvielfalt zum Schutz der Umwelt und für gesündere Lebensmittel. Der Film „Good Food, Bad Food – Anleitung für eine bessere Landwirtschaft“ stellt diese Leute und ihre vielfältige Lösungen für die intelligentere Nutzung der begrenzten Ressourcen vor.

25. 10 Billion

Bis 2050 wird die Weltbevölkerung auf zehn Milliarden Menschen anwachsen. Doch wo soll die Nahrung für alle herkommen? Kann man Fleisch künstlich herstellen? Sind Insekten die neue Proteinquelle? Oder baut jede*r bald seine eigene Nahrung an? In seinem Film „10 Billion - What's on your plate?“ hinterfragt Valentin Thurn, woher zukünftige Nahrung kommen kann.


Biodiversität und Gentechnik

16. Seeds of Profit

Die jahrzehntelange industrialisierte Produktion von Obst und Gemüse hat ihre Folgen: Obst und weisen einen großen Nähstoffverlust auf. Die für den Anbau notwendigen Samen gehören wenigen multinationalen Konzernen, die ihr Saatgut überwiegend in Indien produzieren. Die Arbeiter*innen bekommen dafür jedoch nur eine Handvoll Rupien, während Unternehmen einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro erzielt. Der Film „Seeds of Profits“ enthüllt das Monopol der Industrie auf unser Obst und Gemüse.

17. Transgenic Wars

Vor rund 15 Jahren begannen gentechnisch veränderte Erzeugnisse die Landwirtschaft begann zu dominieren. Aber wo wird sie enden? Der Film „Transgenic Wars“ wirft einen Blick auf die Folgen von gentechnisch veränderten Produkten und die Nutzung von Glyphosat: Tiere auf dänischen Bauernhöfen weisen Missbildungen auf oder sterben an Magenerkrankungen. In einigen Regionen Argentiniens häufen sich die Fälle, in denen Kinder mit genetischen Veränderungen geboren werden. 

18. Seeds of Time

Saatgutbanken auf der ganzen Welt zerfallen, Missernten führen zu Hungersnöten und Unruhen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit zu spüren. Der Film „Seeds of Time“ zeigt den Landwirtschafts-Pionier Cary Fowler bei seinem Kampf gegen die Zeit, um die Zukunft unserer Nahrung zu bewahren. Gemeinsam peruanischen Bäuer*innen versucht er die heimischen Kartoffelsorten zu retten.

 


19. Der Landhändler

Als die Agro-Gentechnik in der Landwirtschaft Einzug hielt, befürwortete Josef Feilmeier dies zunächst, doch bald begann er zu zweifeln und sich umfassend zu informieren. Der Film „Der Landhändler“ folgt dem Futtermittelhändler Josef Feilmeier. Dieser beweist, dass Landwirtschaft keine Gentechnik braucht. Denn mittlerweile nutzen rund 500 Landwirt*innen die gentechnikfreien Produkte. Damit ist er zur Drehscheibe einer ganzen Region geworden.

20. Code of Survival

Millionen Liter Herbizide werden Jahr für Jahr auf Feldern eingesetzt. Doch die Natur hat mittlerweile bildet resistente Unkräuter entwickelt. Die Gifte wirken nicht mehr. In der Folge werden immer mehr Herbizide verteilt. Der Film „Code of Survival“ zeigt anhand von drei Beispielen, dass es auch anders geht: In den Bergen Indiens, der Wüste Ägyptens und auf einem Bio-Hof in Deutschland zeigt der Film die heilende Kraft der ökologischen Landwirtschaft.


Ökologischer Landbau

11. Das Wunder von Mals

Von Monokulturen bis hin zu Pestiziden: Noch immer beherrschen umweltschädliche Methoden den Landbau. Doch es geht auch anders. Der Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“ wirft einen Blick auf die kleine Gemeinde Mals, die sich mit einem Pestizidverbot mit der Südtiroler Apfellobby anlegt. Obwohl sich ein Großteil der Bevölkerung bei in einer Volksbefragung für ein Pestizidverbot auf dem Gemeindegebiet ausgesprochen hat, denkt die Südtiroler Apfellobby keinen Augenblick daran, dieses Votum der Bevölkerung zu akzeptieren. 

12. Evolution of Organic

Von den rebellischen Anfängen, der Ablehnung der chemischen Landwirtschaft bis hin zum Mainstream: Der Film „Evolution of Organic“ erzählt die Geschichte der ökologischen Landwirtschaft und bringt die „Gründer*innen“ der Bio-Bewegung näher.

13.Der Bauer mit Regenwürmern

Sepp und Irene Braun sind seit 1984 Bio-Bauern. Die beiden sehen im Ökolandbau eine Antwort auf die Frage des Klimawandels. Der Film „Der Bauer mit den Regenwürmern“ zeigt, wie sie auf ihrem Hof in der Nähe von Freising neben biologischem Ackerbau auch biologische Viehzucht betreiben. Sie schaffen es, dass etwa 25 Mal mehr Regenwürmer auf ihren Feldern leben als bei konventioneller Bewirtschaftung. Dadurch erhöhen sich nicht nur die Fruchtbarkeit ihrer Böden sonder letztendlich auch ihr Ertrag. Das spricht sich herum: Selbst die Frau des senegalesischen Präsidenten kündigt im Film überraschend ihren Besuch an.


14. The Biggest Little Farm

John und Molly Chester haben ihr altes Leben in der Stadt gegen 81 Hektar unfruchtbares Ackerland eingetauscht. Der Film „The Biggest Little Farm“ zeigt, wie sie im Einklang mit der Natur leben. Sie akzeptieren die Natur, wie sie sich ihnen präsentiert und gehen damit weit über die Grenzen ihrer Farm und Fantasie hinaus. 

 

15. Bauer unser

Regisseur Robert Schabus zeigt in seinem Dokumentarfilm „Bauer unser“ die Probleme der globalen Landwirtschaft, indem er einen Einblick in die Landwirschaft Österreichs gewährt. In Gesprächen mit Biobauer*innen, einem konventionellen Agraringenieur, Manager*innen und Politiker*innen  macht er deutlich, wie Wirtschaftspolitik und Gesellschaft immer öfter vor der Industrie kapitulieren. Das globale Landwirtschaftssystem ist ineffizient. Doch es gibt Lösungen, um bereits jetzt 12 Milliarden Menschen zu ernähren.


Gesunde Nahrung

6. Supersize Me

Der New Yorker Filmemacher Morgan Spurlock ging in “Super Size Me” der Frage „Warum sind viele Amerikaner so fett?“, auf pragmatische Weise nach und ernährte sich im Selbstversuch 30 Tage lang nur von Fast-Food-Produkten. Spurlock untersucht auch die Art und Weise, wie sich Fast-Food-Firmen ihren Weg in die Speisesääle von Schulen und die Herzen von kleinen Kindern schleichen. Ausgezeichnet mit dem Preis für die beste Regie 2004 und ein ironischer Schlag in den Magen.

 

7. Unser täglich Brot

Der Film ist ein Bildermahl ohne Worte  - detailgenaue Filmerfahrung, die zeigt, wie total automatisiert unsere Nahrung bereits hergestellt wird. Eine Tatsache, welche durch konstante heile-Welt-Werbung vieler Nahrungsmittelhersteller überdeckt und beinahe unbekannt ist. Menschen, Tiere, Pflanzen und Maschinen erfüllen die Funktion, die ihnen die Logistik dieses Systems zuschreibt, auf dem der Lebensstandard unserer Gesellschaft aufbaut.

 

8. Das System Milch

Milch ist Big Business. Hinter dem unschuldig anmutenden Lebensmittel verbirgt sich ein milliardenschweres Industriegeflecht. Profit wird auf Kosten der Umwelt, der Tieren, der Menschen und unserer Gesundheit gemacht. Dabei ginge es auch anders… “Das System Milch” ist eine cineastische Reise über mehrere Kontinente, die mit Vorurteilen aufräumt und Lösungen aufzeigt.

 


9. Vegucated

In diesem Film geht es um drei fleisch- und käseliebende New Yorker*innen, die für sechs Wochen vegan leben. Teils soziologisches Experiment, teils Wissenschaftsunterricht, und teils Abenteuergeschichte, zeigt „Vegucated“ die schnelle und manchmal komische Entwicklung von drei Personen, die eine gemeinsame Reise bestreiten und schließlich ihre eigenen Wege finden eine freundlichere, saubere, grünere Welt zu schaffen.

10. Fast Food Nation

Das Doku-Drama „Fast Food Nation“ erzählt die fiktive Geschichte eines Marketingchefs der Fast-Food-Kette Mickey’s. Als sich herausstellt, dass mit Kolibakterien verseuchtes Fleisch in den Verkaufsschlager „The Big One“ gelangt ist, macht er es sich zur Aufgabe, dem Skandal auf die Spur zu kommen. Seine Recherchen verändern seinen Blick auf sein Unternehmen grundlegend. Zuschauer*innen erhalten Einblicke in die Fast-Food-Industrie.


Böden

1. Humus

Die dramatischen Zusammenhänge zwischen Bodennutzung und Klimakrise kennen bislang nur wenige. Der Film „Humus“ führt zeigt, was wir von unseren Vorfahren lernen können und wie es vor der eigenen Haustür gelingt, die Zukunft zu gestalten. Mehr zu dem Film hier.

2. Unser Boden, unser Erbe

Um zehn Zentimeter fruchtbare Erde zu bilden, braucht unser Planet mehr als 2.000 Jahre. Und dennoch nutzen wir unsere Böden, als wären sie unerschöpflich. Doch damit gefährden wir unsere Lebensgrundlage. Aber was bedeutet das für die Zukunft? Mehr zu dem Film hier.

3. Dirt! Der Film

Welche  ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und politischen Auswirkungen hat der Boden auf das Leben? Die Dokumentation „Dirt!“ erzählt die Geschichte von Expert*innen aus der ganzen Welt, die den Boden studieren. 


4. Symphony of the soil

Der Film untersucht unsere menschliche Beziehung zum Boden, dem Nutzen und Missbrauchen des Bodens in der Landwirtschaft, aber auch Entwaldung und die neuesten wissenschaftlichen Forschungen über die Schlüsselrolle des Bodens bei der Verbesserung der anspruchsvollsten Umweltfragen unserer Zeit. Mehr zu dem Film hier.

 

5. The need to grow

Der Film zeigt drei inspirierende Charaktere, Pionier*innen für ökologische und widerstandsfähige Boden- und Anbaulösungen. Er zeigt zudem faszinierende Innovationen und liefert viele Informationen und Antworten auf die Frage, warum wir Lösungen für die globale Boden- und Agrarkrise finden müssen.

Mehr zu dem Film hier.


Die NAJU vor Ort

Hier findest du aktuelle Termine der NAJU, Ausleihstationen für den Storchenkoffer, deinen NAJU-Landesverband und NAJU-Gruppen in deiner Nähe. 

 

 

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