Tag 6

Shabat shalom

Zu einer Uhrzeit, die man fast nicht glauben kann, saßen wir bereits mit gepackten Sachen um Bus. Abfahrt halb fünf, morgens. Die Kraniche warteten mal wieder. Und wie. Unsere Unterstützung bei der wöchentlichen Kranichzählung von SPNI im Agamon Hula Park war sehr wichtig. Aufgeteilt auf verschiedene Stationen haben wir fast 35000 Kraniche gezählt, ein irres Trompeten erfüllte die Luft, als die Kraniche ihre Schlafplätze im flachen Wasser des Agamon Parks verließen. Dazu Braunliest, Graufischer und Eisvogel, Schell-, Schrei- und Kaiseradler und die uns allen sehr ans Herz gewachsenen Pelikane sowie ein ausführliches Frühstück unter freiem Himmel, was will man denn bitte mehr?

Danach ging es in ein drusisches Dorf, wo uns Khulood von SPNI in die Kultur der drusischen Minderheit einführte. Am Grab ihres verstorbenen Führers Sheikh Amin Tarif wird sogar dessen Hörgerät ausgestellt. Was zwar etwas seltsam daher kommt, aber nichts an der großen Friedfertigkeit der drusischen Gemeinschaft (Peace, Purity, Love - and Moustache) ändert. Ein äußerst interessanter Einblick. Dazu das wohl beste Essen der ganzen Woche, buchstäblich in den Seilen hingen wir danach.

Zurück in der Field School leitete Nadav mit seinem Kidush (kleines Gebet) den Shabat ein – und einen faszinierenden Abend. Denn in der gemischten Gemeinschaft aus Israelis (viele mit ihren Familien) und deutschen fiel gar nicht mehr auf, wer eigentlich woher kommt. Wie egal das dann auch ist. Jetzt müssen nur noch die Inhalte produziert werden, beinahe nebensächlich.

 

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