Do

27

Feb

2014

Tag 4: Von Vögeln und Wundern

Ein Rotkehlchen wird Beringt
Ein Rotkehlchen wird Beringt

Früher Vogel fängt den Wurm, früher DIFA-er fängt den Vogel. Kurz nach Sonnenaufgang ging’s zu Fuß vom Hostel zu Jerusalem Birding Observatory, einer ornithologischen Einrichtung, die von SPNI verwaltet wird. Zwischen der Knesset und dem Verfassungsgericht auf einer Anhöhe gebaut, zeichnet sich das Zentrum durch eine außergewöhnliche Lage aus. Mitten in der sonst trockenen, bergigen Landschaft rund um Jerusalem und mitten in der trockenen, urbanen Landschaft von Jerusalem schlägt das grüne Herz des Observatory-Gebiets. Erschöpfte Vögel auf ihrem Durchzug über der Stadt werden von ihm magisch angezogen. Die Ornithologen von SPNI hängen dort Fangnetze aus, um Vögel auf ihrem Weg von Europa nach Afrika und zurück zu beringen. Ellen ist eine auf Trinidad geborene Ornithologin, die die Station leitet. Sie gibt uns eine Übersicht über die Arbeit und Bedeutung der Station: Schulklassen, Wissenschaftler, Touristen und Politiker der Knesset besuchen die Einrichtung und werden so für den Naturschutz gewonnen. Alena, Klara und Julia gewinnen dagegen bei Ellens kleinem Vogelquiz und dürfen zur Belohnung ein Rotkehlchen, eine Klapper- und eine Mönchsgrasmücke, die vor unseren Augen beringt wurden, in Freiheit entlassen.

Das Bird Observatory in Jerusalem
Das Bird Observatory in Jerusalem

Pnina, eine Aktivistin, zeigt uns später am Tag ihr Dorf Ein Karem. 1998 wurde der erste durch die Bürgerschaft des Ortes entwickelte regionale Bebauungsplan an die zuständigen Stellen übergeben. Pnina war und ist als treibende Kraft der Bürgerbewegung dabei und führt uns durch den Ort. Staunend essen wir Köstlichkeiten in der lokalen Schokoladenfabrik, besuchen die Kirche zu Ehren Johannes des Täufers und werfen einen Blick auf die Kuppel der Kirche der Jelisabetha. „Glaubt an die Kraft der Wünsche!“ legt uns unsere Führerin nahe und erzählt uns, dass die Fertigstellung der Kirche noch vor zehn Jahren nicht absehbar war – ebenso wie die Entwicklung des Dorfes zu einem touristischen Zentrums. Wir hoffen, dass dieses Wunder sich nochmals ereignet und der Plan zur Bebauung der umgebenden Hügel verhindert wird. Die Kampagne „Ein Karem oder kein Karem!“ (Ja, der Slogan funktioniert auch auf Deutsch)lässt uns jedenfalls hoffen.

Im Hintergrund: Die Kirch zu zu Ehren des Täufers
Im Hintergrund: Die Kirch zu zu Ehren des Täufers

Doch der Tag ist noch nicht vorbei: Yad Vashem, das Holocaust-Foschungszentrum und Gedenkstätte in einem ist, wartet auf uns. Der Besuch konfrontiert uns mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte und sorgt für Nachdenklichkeit und Gespräche über das Verhältnis zu unserer Geschichte und Gegenwart. Anschließend warten ein Besuch auf dem Markt in Jerusalem und bei Moria auf uns und sorgen für den Abschluss eines spannenden Tages. Müde fallen wir ins Bett und freuen uns auf die Fahrt ins Grüne.

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