zum Inhalt
zur Funktionsnavigation
zur Hauptnavigation
Informationen zum neuen NAJU-Design
Bedienhilfen
» NAJU » Projekte » Jugendbündnis Zukunftsenergie
Im Blog des JBZE kannst du alles nachlesen, was gerade bei der COP in Kopenhagen los ist, und erfahren was die Jugenddelegation dort so treibt.
Den Blog findest du auf http://jugendbuendniszukunftsenergie.wordpress.com/.
Bild: JBZE
Eine Elfköpfige Jugenddelegation vertritt die Interessen der jungen Generation bei den UN-Klimaverhandlungen in Kopenhagen. Elf Jugendliche des klimapolitischen Netzwerks "Jugendbündnis Zukunftsenergie" reisen vom 9. bis 20. Dezember zu den UN-Klimaverhandlungen nach Kopenhagen, um dort die Positionen und Interessen der deutschen Jugend zu vertreten.
"Wenn diese Konferenz scheitert, gibt es kaum mehr Chancen, den Klimawandel aufzuhalten", sagt der 22-jährige Aktivist Christian Schwarzer aus Marburg. Aus diesem Grund sehen es die Jugendlichen als ihre Pflicht, sich in Kopenhagen Gehör zu verschaffen. Sie wollen Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Delegation sowie weiteren Politikerinnen und Politikern führen. Außerdem werden sie mit öffentlichen Aktionen Druck auf die Versammlungsteilnehmenden ausüben. An Fachwissen und Kreativität mangelt es den Jugenddelegierten dabei nicht - sie haben sich in den vergangenen Monaten mit Unterstützung von Umweltorganisationen wie Germanwatch und NABU intensiv auf die Verhandlungen vorbereitet.
Die deutsche Jugenddelegation wird dabei nicht allein vor Ort sein. Mindestens 500 bis 1.000 Jugendliche aus der ganzen Welt sind im sogenannten "International Youth Climate Movement" organisiert, mit denen das Jugendbündnis eng zusammenarbeiten wird. "Gemeinsam wollen wir für ein starkes Post-2012 Abkommen streiten", erklärt Franca Angela Bülow (20) aus Aachen. "Denn bei den aktuellen Verhandlungen geht es mehr denn je um eine zentrale Weichenstellung für die Zukunft. Ein Scheitern können und wollen wir nicht akzeptieren!".
Die deutsche Jugenddelegation in Kopenhagen ist eine elfköpfige Gruppe von Jugendlichen zwischen 19 und 30 Jahren, die sich umweltpolitisch engagieren. Ihre Hintergründe sind dabei vielseitig, sie eint jedoch die Überzeugung, dass ein starkes und bindendes Abkommen in Kopenhagen nötig ist, um eine globale Klimakatastrophe zu verhindern. Die Delegierten kommen aus Aachen, Berlin, Bochum, Bonn, Köln und Marburg.
Für mehr Informationen über die Jugenddelegation, solltest du dir die Pressemappe ansehen.
Die Aktivitäten des JBZE kannst du bei Twitter, StudiVZ oder bei Facebook verfolgen.
Bild: JBZE
Wie alle wissen, die das JBZE kennen, waren einige Mitglieder des JBZEs bei der Klimakonferenz in Poznan.
Um euch zu zeigen, was für tolle Aktionen sie und andere Klimaschützer dort gemacht haben, haben sich ein paar von ihnen zusammengesetzt und dieses kurze Video produziert.
Viel Spaß beim Anschauen
Bild: JBZE
Franzi: Ich empfand meine Präsenz auf der COP14 (14. Conference of Parties/ UN – Klimakonferenz) in Polen vergangene Woche als sinnlos. Die Ergebnisse sind unbefriedigend und es wird sich kaum etwas tun, um die Welt retten zu können.
Maren: Aber Franzi. Allein das wir dort waren und Präsenz der Jugend, der Zukunft gezeigt haben, hat Druck gemacht auf die Entscheidungsträger!
Franzi: Druck?! Alle Delegierten der Länder sind doch mittlerweile so abgestumpft! Jeden Tag finden viele Aktionen der Jugendlichen statt. Ein Überangebot. Alle Staaten wissen worum es geht aber es wird nicht umgesetzt! Wozu noch auf eine solche Konferenz fahren?
Maren: Ich denke, dass gerade das Zusammentreffen der internationalen Jugend in Sachen Klimaschutz wichtig ist. Durch die Vernetzung können länderübergreifende Aktionen umgesetzt werden. Klimapolitik hat keine Grenzen.
Franzi: Das Vernetzen mit anderen Jugendlichen macht sicher Spaß und bringt Erfolge. Dennoch sollte gut überlegt werden, ob man deshalb seine eigene CO2 Bilanz steigert, schließlich ist die COP nicht immer in Europa und somit auch per Landweg zu erreichen.
Letztes Jahr mussten fast alle Teilnehmer nach Bali fliegen!
Maren: Bei der Abwägung von Erfolgsaussicht und Klimaverschmutzung gibt es keine allgemeingültige Lösung. Damit muss sich jeder selbst auseinandersetzen. Ich jedenfalls würde niemals das Flugzeug nutzen um eine COP besuchen zu können.
Franzi: Das sehe ich auch so. Es reicht schon, wenn man auch ohne Fliegen den Widerspruch dieser Konferenz zu spüren bekommt: Das Essen, die Anreise mit Bus, Bahn und Auto, er Fahrservice auf der Konferenz, der hohe Stromverbrauch, der verschwenderische Konferenzstil, das viele Papier…!
Maren: Der unökologische Konsum wird meist mit der Wichtigkeit der Konferenz gerechtfertigt. Mit der Seltenheit nämlich, dass fast alle Nationen vertreten sind und die Delegierten Ansprüche haben, die erfüllt werden müssen, um einen guten Verlauf der Verhandlungen zu garantieren.
Franzi: …sie predigen Wasser und trinken Wein!
Maren: Absolut, aber da kann man doch bestimmt etwas ändern?! Einfach bei der Organisation nachfragen warum so viel Fleisch, Fisch und kein Bio – Essen angeboten wird. Wenn viele Jugendliche und Teilnehmer der Konferenz sich beschweren, wird es das nächste Mal vielleicht anders sein.
Franzi: Das Essen ist bestimmt auch von großen Unternehmen geschenkt. So wie sie hinter den Kulissen auch die Verhandlungen und vor allem die Entscheidungen der Industrieländer beeinflusst! Die Wirtschaft steuert die Politik!
Maren: Na, nun übertreibe aber nicht! Doch sicherlich gibt es diesen Zusammenhang. Dann muss eben auch der Druck der Bevölkerung auf die Wirtschaft erhöht werden.
Franzi: Wie soll ich das bitte anstellen? Mich jeden Tag vor Vattenfall stellen und demonstrieren?
Maren: Ja, warum nicht. Hilfreicher jedoch wäre es, wenn du dir deiner Macht als Verbraucher bewusst wirst. Stell um auf Ökostrom. Das Schlimmste was du einem Konzern antun kannst: Die Nachfrage senken!
Franzi: Und wie ist es nun mit dem Engagement auf solchen Konferenzen? Bringt das was? Ich weiß einfach nicht wie und wo ich mich engagieren soll?
Maren: Am einfachsten ist es doch sich lokal einzumischen. Fang an in deiner Familie und in deinem Freundeskreis, erzähle allen wie sinnvoll Ökostrom ist. Informationen dazu findest du viele im Internet. Probier´s gleich auf www.energiemaerchen.de.
Franzi: Aber das reicht mir nicht!
Maren: Na dann fang an dich in lokalen Umweltgruppen zu engagieren. Dort kannst du dich mit anderen Jugendlichen austauschen, Spaß haben, Lernen und gemeinsam Aktionen zum Thema Umwelt organisieren. Außerdem kannst du dich direkt an Politiker deines Kreises wenden und Forderungen stellen. Alle Politiker sind offen dafür, schließlich ist es ihr Job den Willen der Bevölkerung in ihre Arbeit einzubringen.
Franzi: Ja, du hast Recht. Ich merke ja, wie viel Spaß es macht etwas in einer Gruppe, zusammen mit anderen Jugendlichen entstehen zu lassen.
Maren: Siehst du, es ist gar nicht schwer etwas zu verändern! Und alleine kann man die Welt auch nicht retten! Fang mit kleinen Schritten an, du wirst sehen wie viel du erreichen kannst.
Wir wollen dem NABU zum Jubiläumsjahr 111 Allenbäume schenken und brauchen dafür deine Unterstützung!
Finde, was du suchst im NAJU-Shop! Es ist Vieles zu haben: Von Heften über Infomaterialien bis zu Rudi-Rotbein-Schlüsselanhängern.