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Allgemein
Die Würfelnatter erkennt man an dem typischen "Würfelmuster" aus dunklen, längs angeordneten Flecken.
Sie ist eine ungiftige, für den Menschen völlig harmlose Schlange aus der Familie der Nattern.
Das Verbreitungsgebiet der Art liegt in Teilen Mittel-, Süd- und Südosteuropas sowie West- und Mittelasiens.
Neben den natürlichen Feinden der Würfelnatter wie die Wanderratte, das Hermelin, der Eisvogel und die Lachmöwe, ist der Mensch die größte Gefährdung für den Artbestand in Mitteleuropa.
Die wärme liebende Art ist bei uns extrem selten, sodass sie auf der Roten Liste für in Deutschland vom Aussterben bedrohte Tiere steht und zudem per Gesetz den Status einer streng zu beschützenden Art inne hat.
Die Würfelnatter zeichnet sich durch eine sehr starke Bindung an den Lebensraum Wasser aus.
Sie bewegt sich im Wasser überwiegend tauchend fort und unterscheidet sich damit im Schwimmverhalten von der in der Regel an der Wasseroberfläche schwimmenden Ringelnatter. Tauchzeiten von bis zu 20 min. werden bei der Würfelnatter gelegentlich beobachtet.
Sie besiedelt klimatisch begünstigte Flussläufe und Seen in Flussauen mit hohen Fischbeständen. Die Uferzonen sollten naturnah strukturiert sein und neben krautiger Vegetation auch offene Spülsäume und Bänke aus Kies oder Schottersteinen aufweisen
Gefährdung
Die hohen Ansprüche an den Lebensraum haben die Würfelnatter zur am stärksten gefährdeten heimischen Schlangenart gemacht - es existieren vermutlich nur noch einige Hundert erwachsene heimische Exemplare.
Die Bestände sind im Laufe des 20. Jahrhunderts dramatisch eingebrochen, vor allem infolge von Uferausbaumaßnahmen, Flussbegradigungen, Gewässerverschmutzung, Errichtung von Kraftwerken und Verkehrswegebau entlang der Ufer.
Diese vom Menschen verursachten Landschaftsveränderungen führten zu einer veränderten Flussdynamik.
Die Hochwässer formen seitdem nicht mehr wie früher die Flussauen als neue Lebensräume für die Würfelnatter, sondern reissen die Jungtiere mit sich.
Zudem ist die Art aufgrund ihres vergleichsweise großen Raumanspruches besonders stark durch den Straßenverkehr gefährdet.
In Deutschland existieren gegenwärtig nur noch drei sehr kleine, isolierte Populationen an den Rhein-Nebenflüssen Lahn, Mosel und Nahe im Bundesland Rheinland-Pfalz. An anderen Orten, sind die natürlichen Vorkommen der Art bereits erloschen.
An der Elbe in Sachsen war die Würfelnatter Mitte des 20. Jahrhunderts ausgestorben, wurde dort in den letzten Jahren aber mit zunehmendem Erfolg wieder angesiedelt.
Leitart - Leidart
Als Leitart vertritt die Würfelnatter eine ganze Lebensgemeinschaft von Tieren, die sich die offenen Flußauen als Lebensraum erschlossen haben.
Aufgrund der hohen Ansprüche an ihre Umwelt zeigt diese Schlange als eine der ersten Tiere dem Betrachter an, wie es um die Lebensgrundlage der Tiere bestellt ist.
Leidet die Würfelnatter wie zurzeit an der immer weiter zunehmenden Umweltzerstörung zeigt dies, dass das gesamte Ökosystem mitsamt den dortigen Lebewesen gefährdet ist.
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